Ostbali: Tempel, Wasserpalast und Salzstrände im Osten der Insel

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Ostbali liegt jenseits der Regentschaften Klungkung und Karangasem, abseits der touristischen Zentren im Süden der Insel. Die Region ist geprägt von Tempeln, einem historischen Wasserpalast und schwarzen Sandstränden mit traditioneller Salzgewinnung. Vier Ziele lassen sich gut zu einer Tagestour verbinden: der Lempuyang-Tempel mit dem bekannten „Tor des Himmels“, der Wasserpalast Taman Ujung, der Strand von Kusamba und der Fledermaushöhlentempel Goa Lawah.

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Die folgende Übersicht beschreibt die vier Stationen mit ihren praktischen Rahmendaten sowie die Möglichkeiten, Ostbali auf eigene Faust oder mit einem geführten Ausflug zu erkunden.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Ostbalis

Lempuyang-Tempel und das Tor des Himmels

Der Lempuyang-Tempel ist ein Komplex aus sieben Tempeln, die sich den gleichnamigen Berg hinaufziehen. Das bekannte „Tor des Himmels“ – ein gespaltenes Tor mit Blick auf den Vulkan Agung, dessen Spiegelbild häufig per Handy oder Glasplatte unter dem Tor zusätzlich eingefangen wird – befindet sich am untersten Tempel, Pura Penataran Agung Lempuyang. Der höchstgelegene Tempel des Komplexes, Pura Lempuyang Luhur, zählt zu den Sad Kahyangan Jagat, den sechs bedeutendsten Tempeln Balis. Der Zugang für Besucher ist täglich von 7 bis 17 Uhr möglich, der Eintritt liegt bei rund 100.000 IDR zuzüglich eines verpflichtenden Shuttle-Transfers von etwa 50.000 IDR für Hin- und Rückfahrt, da die letzte Strecke nur mit lokalen Fahrzeugen zurückgelegt werden darf. Sarong und bedeckte Schultern sind Pflicht, Zahlung erfolgt bar. Wer lange Wartezeiten vermeiden will, kommt am besten kurz nach Sonnenaufgang, bevor die Reisebusse eintreffen.

Blick durch das Tor des Himmels im Lempuyang Tempel

Taman Ujung – der Wasserpalast von Karangasem

Taman Ujung ließ der letzte König von Karangasem, I Gusti Bagus Jelantik, ab 1909 als Wasserpalast anlegen; fertiggestellt wurde die Anlage 1921. Die Architektur verbindet balinesische, niederländische und chinesische Elemente über drei große Wasserbecken mit Brücken und Pavillons. Der Ausbruch des Agung 1963 und ein Erdbeben 1975 zerstörten große Teile der Anlage, zwischen 1998 und 2001 wurde sie restauriert. Taman Ujung ist täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt rund 100.000 IDR für Erwachsene und 50.000 IDR für Kinder.

Kusamba: schwarzer Sandstrand und traditionelle Salzgewinnung

Kusamba liegt in der Regentschaft Klungkung, etwa 45 Autominuten von Ubud und 40 Minuten von Sanur entfernt. Der Strand besteht aus dunklem Vulkansand. Entlang der Küste stellen Salzbauern nach überlieferter Methode Meersalz her: Sie tragen Meerwasser in Bambuseimern zu den Feldern, verteilen es auf geglättetem Sand und lassen es dort verdunsten, schaben anschließend die salzhaltige Sandschicht ab und filtern sie in ausgehöhlten Palmenstämmen, bevor die Sole über mehrere Tage zu Salzkristallen trocknet. Die Arbeit findet meist zwischen 8 und 16 Uhr statt, am besten zu beobachten zwischen 9 und 11 Uhr. Der Strand dient außerdem als Anleger für Auslegerboote und Speedboote nach Nusa Penida. Der Zugang ist kostenlos, es fällt lediglich eine Parkgebühr an.

Goa Lawah – der Fledermaushöhlentempel

Goa Lawah zählt zu den Sad Kahyangan, den sechs wichtigsten Tempeln Balis, und bewacht der Überlieferung nach den Südosten der Insel. Der Tempel liegt am Eingang einer Höhle, die von tausenden Fledermäusen bewohnt wird; das Höhleninnere selbst ist für Besucher nicht zugänglich, der Blick von außen jedoch schon. Goa Lawah ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt liegt bei rund 30.000 IDR für ausländische Erwachsene (inkl. Sarong-Leihe) und 15.000 IDR für Kinder.

Praktische Infos: Anreise und Tempeletikette

Von Ubud aus sind es rund 62 km bzw. etwa zwei Autostunden bis zum Lempuyang-Tempel; die übrigen drei Stationen liegen auf der Strecke dorthin bzw. zurück, sodass sich alle vier Ziele an einem Tag verbinden lassen. Die eigene Anreise ist mit Motorroller oder einem gemieteten Auto mit Fahrer möglich, die Straßen in Ostbali sind kurvig und teils eng.

  • Sarong und bedeckte Schultern sind an allen vier Tempeln Pflicht; Leihware gibt es meist an der Kasse.
  • Zahlung erfolgt bar – an den Tempelkassen wird in der Regel keine Karte akzeptiert.

Geführte Tagestour durch Ostbali

Ostbali lässt sich auch mit einem privaten, deutschsprachigen Guide erkunden, etwa mit Donny Wirawan, der individuelle Tagestouren durch die Region anbietet. Eine solche Tour dauert in der Regel 8 bis 10 Stunden und wird auf die Interessen der Gruppe abgestimmt – von der Atmosphäre am Lempuyang-Tempel über die Gartenanlagen von Taman Ujung bis zur Salzgewinnung in Kusamba.

Ein Guide vor Ort kennt neben den Hauptstationen auch weniger bekannte Plätze und kann zu Tempelritualen und zum Alltag der Bewohner direkt Auskunft geben.

Bei einer individuellen Tour ist üblicherweise Folgendes enthalten:

  • Klimatisiertes Fahrzeug
  • Abholung und Rückgabe am Hotel
  • Parkgebühren

Nicht enthalten sind in der Regel:

  • Essen und Trinken
  • Trinkgeld
  • Eintrittsgelder für die besuchten Orte

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Tagestour durch Ostbali und welche Stationen sind üblich?

Eine Tagestour dauert meist 8 bis 10 Stunden und deckt in der Regel den Lempuyang-Tempel, den Wasserpalast Taman Ujung, den Salzstrand von Kusamba und den Tempel Goa Lawah ab.

Was kostet der Eintritt zum Lempuyang-Tempel und zum Taman-Ujung-Wasserpalast?

Am Lempuyang-Tempel fallen rund 100.000 IDR Eintritt plus ein verpflichtender Shuttle von etwa 50.000 IDR an. Taman Ujung kostet rund 100.000 IDR für Erwachsene und 50.000 IDR für Kinder. Beide Beträge werden vor Ort erhoben und können sich ändern.

Wie kommt man am besten von Ubud nach Ostbali?

Mit Auto oder Roller sind es von Ubud rund 62 km bzw. etwa zwei Stunden bis zum Lempuyang-Tempel. Ein gemietetes Auto mit Fahrer oder eine geführte Tour sind wegen der kurvigen Strecke meist komfortabler als die Anreise auf eigene Faust.

Welche Kleidung ist beim Besuch der Tempel in Ostbali vorgeschrieben?

An allen Tempeln in Ostbali sind Sarong und bedeckte Schultern Pflicht. Leihware gibt es üblicherweise an der Kasse, Zahlung erfolgt bar.