Singapur: Die besten Hotels für Luxus und Komfort

Singapur beste Hotels

Für viele Reisende, die zwischen Europa und Bali unterwegs sind, ist Singapur ein naheliegender Zwischenstopp: Der Stadtstaat liegt nur einen Kurzflug von Denpasar entfernt und eignet sich für einen mehrtägigen Aufenthalt vor oder nach der Bali-Reise. Wer die Zeit nutzt, findet in Singapur eine der dichtesten Ansammlungen an Luxushotels Asiens vor – von der Kolonialarchitektur des Raffles Singapore bis zu modernen Hochhaustürmen mit Blick auf die Marina Bay.

Dieser Beitrag stellt die bekanntesten Luxushäuser der Stadt vor, ordnet sie nach Lage und Baustil ein und zeigt, was sich rund um die besten Adressen sonst noch erleben lässt – von Museen über Zoos bis zu Parks und Einkaufsstraßen. Ergänzt wird das Ganze um praktische Hinweise zu Anreise, Visum, Nahverkehr und Reisezeit, damit sich ein mehrtägiger Aufenthalt in Singapur gut planen lässt.

Die besten Luxushotels in Singapurs Stadtzentrum

Singapur zählt zu den teuersten, aber auch dichtesten Hotelmärkten Asiens. Zwei etablierte Häuser stechen besonders heraus: das historische Raffles Singapore und das moderne Mandarin Oriental Singapore.

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Raffles Singapore: Kolonialbau seit 1887

Das Raffles Singapore wurde am 1. Dezember 1887 eröffnet und gehört zu den letzten großen Hotels des 19. Jahrhunderts, die bis heute in Betrieb sind. Das Hauptgebäude im Kolonialstil entwarf der Architekt Regent Alfred John Bidwell; seit 1987 steht das Haus unter Denkmalschutz. Zu den bekannten Gästen zählten die Schriftsteller Rudyard Kipling, Joseph Conrad und Somerset Maugham sowie Königin Elisabeth II. Der Cocktail Singapore Sling soll der Überlieferung nach in der hoteleigenen Long Bar vom Barkeeper Ngiam Tong Boon erfunden worden sein.

Das Hotel wuchs schrittweise: Bei der Eröffnung 1887 standen zehn Zimmer bereit, 1890 kamen 22 weitere Suiten hinzu, 1894 folgten mit dem Bau des Palm Court Wing noch einmal 30 Suiten. Die Grand Lobby mit ihren raumhohen viktorianischen Säulen dient bis heute für die klassische Afternoon Tea und war unter anderem Drehort für den Film „Crazy Rich Asians“ (2018). Im Tiffin Room, der seit 1910 nordindische Küche serviert und 1976 seinen heutigen Namen erhielt, wird das Essen tischseitig von den Köchen selbst angerichtet.

Mandarin Oriental Singapore: Moderne an der Marina Bay

Das Mandarin Oriental Singapore liegt direkt an der Marina Bay, gegenüber dem Esplanade – Theatres on the Bay, und bietet von vielen der 510 Zimmer und Suiten auf 24 Etagen Blick auf Skyline oder Bucht. Zum Haus gehören ein Pool mit privaten Cabanas sowie das Restaurant Cherry Garden für kantonesisch-teochewische Küche, das dort bereits seit 1987 kocht und mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist.

Beide Häuser positionieren sich am oberen Ende des Marktes. Ob der koloniale Charme des Raffles mit seiner über 130-jährigen Geschichte oder die zeitgenössische Architektur des Mandarin Oriental mit Blick auf die Marina Bay Sands mehr überzeugt, ist letztlich Geschmacksache – beide liegen zentral genug, um Chinatown, Orchard Road und die Marina Bay zu Fuß oder mit wenigen MRT-Stationen zu erreichen.

Weitere Hotelkategorien: Boutique, Strand, Familie und Wellness

Neben den großen historischen und modernen Flaggschiffen bietet Singapur auch kleinere Boutique-Hotels mit persönlicherem Service, familienfreundliche Häuser mit Kinderprogrammen sowie Strandresorts auf der vorgelagerten Insel Sentosa mit direktem Meerzugang.

Fullerton Hotel Singapur: historisches Gebäude mit Säulenfassade am Flussufer
Das historische Fullerton Hotel am Singapore River mit klassizistischer Säulenfassade. Foto: Philip Nalangan, Lizenz CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Boutique-Hotels punkten meist mit individuellem Design und kleineren Zimmerzahlen. Strandresorts auf der vorgelagerten Insel Sentosa – etwa Shangri-La Rasa Sentosa oder Capella Singapore – bieten Pools und Sandstrände in Stadtnähe, was im dicht bebauten Kern Singapurs selten ist. Familienorientierte Häuser stellen häufig Betreuungsprogramme sowie größere Zimmer oder Suiten mit separatem Wohnbereich bereit. Wellnesshotels legen den Schwerpunkt auf großzügige Spa-Bereiche mit traditionellen asiatischen Massagen und modernen Beauty-Anwendungen.

Das Andaz Singapore wurde 2019 bei den Singapore Tourism Awards des Singapore Tourism Board in der Kategorie „Best Hotel Experience“ ausgezeichnet.

Sehenswürdigkeiten in Gehweite der Hotels

Die meisten Luxushotels liegen im Colonial District oder an der Marina Bay – beides zentrale Ausgangspunkte für Museen, das historische Kolonialviertel und den Merlion.

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National Museum of Singapore

Das National Museum of Singapore ist das älteste bestehende Museum des Landes. Das heutige Gebäude an der Stamford Road wurde 1887 eröffnet, die Ursprünge der Sammlung als Teil einer Bibliothek reichen bis 1823 zurück. Die Dauerausstellung zeigt die Entwicklung Singapurs von den Anfängen bis zur Gegenwart, einschließlich der kulturellen Einflüsse aus China, Indien, Malaysia und der britischen Kolonialzeit.

Singapore Art Museum

Das Singapore Art Museum widmet sich zeitgenössischer Kunst aus Singapur und Südostasien und zählt zu den bekannteren Häusern für moderne asiatische Kunst in der Region. Die Ausstellungen reichen von Malerei über Skulptur bis zu Video- und Installationskunst.

Kolonialviertel und Merlion

Rund um den Singapore River stehen Bauten aus der britischen Kolonialzeit, darunter die City Hall und das Viktoriatheater. Wahrzeichen der Stadt ist der Merlion, eine Fabelfigur mit Löwenkopf und Fischkörper: Der Löwenkopf steht für den alten Namen Singapuras („Löwenstadt“), der Fischkörper für die Ursprünge als Fischerdorf Temasek. Die bekannte Statue im Merlion Park wurde 1972 eingeweiht.

ArtScience Museum

Direkt an der Marina Bay, am Fuß des Hotelkomplexes Marina Bay Sands, liegt das ArtScience Museum. Das lotusblütenförmige Gebäude mit zehn fingerartigen Ausläufern wurde vom Architekten Moshe Safdie entworfen und am 17. Februar 2011 eröffnet. Es zeigt wechselnde Ausstellungen an der Schnittstelle von Kunst, Design, Medien, Wissenschaft und Technologie.

Zoo Singapur, Night Safari und Bird Paradise: Tierwelt hautnah

Zoo Singapur

Der Zoo Singapur öffnete am 27. Juni 1973 und liegt auf 28 Hektar am Rand des Upper-Seletar-Stausees. Er beherbergt Tiere aus über 300 Arten, viele in Gehegen, die an den natürlichen Lebensraum angelehnt sind – etwa die Freianlage für Orang-Utans mit einem Seilsystem für die Menschenaffen. Der Zoo beteiligt sich zudem an einem von der Mandai Wildlife Group koordinierten regionalen Zuchtprogramm der Southeast Asian Zoos and Aquariums Association (SEAZA) für den bedrohten Sumatra-Orang-Utan.

Night Safari

Die Night Safari eröffnete 1994 auf dem Nachbargelände und gilt als weltweit erster Nachtzoo. Auf 35 Hektar Regenwald leben rund 900 Tiere aus mehr als 100 Arten, die überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv sind. Geführte Ranger-Touren und Tiershows gehören zum festen Programm.

Bird Paradise

Bird Paradise eröffnete am 8. Mai 2023 als Nachfolger des 1971 gegründeten Jurong Bird Park und liegt, wie Zoo und Night Safari, im Mandai Wildlife Reserve. Auf 17 Hektar leben rund 3.500 Tiere aus 400 Arten, verteilt auf acht große begehbare Volieren, die unterschiedliche Lebensräume nachbilden – von afrikanischem Regenwald bis zu südamerikanischen Feuchtgebieten.

Orchard Road: Shopping-Meile mit Geschichte

Einkaufszentren Singapur auf der Orchard Road

Die rund zwei Kilometer lange Orchard Road verläuft zwischen der Tanglin Road im Westen und der Dhoby-Ghaut-Kreuzung im Osten und ist seit dem 19. Jahrhundert Singapurs zentrale Einkaufsstraße. Der Kaufhausunternehmer C. K. Tang erwarb 1958 dort ein Grundstück und errichtete kurz darauf das bis heute bestehende Kaufhaus Tangs – eines der ersten großen Warenhäuser der Straße. Seit dem 1. Januar 2019 gilt für einen rund drei Kilometer langen Bereich rund um die Orchard Road – die Straße selbst sowie mehrere Nebenstraßen – ein Rauchverbot im Freien.

Im Einkaufszentrum ION Orchard befindet sich mit der Grande Whisky Collection eine Sammlung von mehr als 4.500 schottischen und japanischen Whiskys auf rund 335 Quadratmetern. Das Far East Plaza ist eher für Streetwear und kleinere, unabhängige Läden bekannt, das Design Orchard für lokales Kunsthandwerk und Wechselausstellungen.

Chinatown: Tempel, Shophouses und Geschichte

Das Viertel geht auf den Siedlungsplan von Stamford Raffles aus dem Jahr 1822 zurück, der den südwestlich des Singapore River gelegenen Bereich für chinesische Einwanderer vorsah; die bauliche Entwicklung mit den heute noch erhaltenen Shophouses setzte ab den 1840er-Jahren ein.

Ältestes Bauwerk ist der Sri-Mariamman-Tempel, Singapurs erster und ältester Hindu-Tempel, gegründet 1827 vom Einwanderer Naraina Pillai. Der Tempel ist der Göttin Mariamman geweiht und heute Nationaldenkmal. Unweit davon liegt der 2007 eröffnete Buddha Tooth Relic Temple, ein fünfstöckiger Tempelbau im Stil der chinesischen Tang-Dynastie, dessen Name auf eine dort verwahrte Reliquie zurückgeht.

In den restaurierten Shophouses sind heute Restaurants, Läden und Galerien untergebracht; das Chinatown Heritage Centre dokumentiert die frühere, oft beengte Wohnsituation der Einwanderer in nachgebauten Wohnräumen und mit Zeitzeugenberichten.

Parks und Gärten: Grüne Auszeiten in der Stadt

Fort Canning Park

Der Fort Canning Park misst rund 22 Hektar und liegt auf einem etwa 60 Meter hohen Hügel mitten in der Stadt. Erhalten sind unter anderem das Fort Gate – der letzte Rest eines früheren Militärforts – sowie ein historischer Friedhof aus der Kolonialzeit.

Singapore Botanic Gardens

Der Singapore Botanic Gardens umfasst rund 82 Hektar und ist der einzige tropische botanische Garten auf der UNESCO-Welterbeliste; die Auszeichnung erfolgte 2015. Bekannt ist vor allem der National Orchid Garden mit über 1.000 Orchideenarten und 2.000 Hybriden, gesammelt seit den 1870er-Jahren.

Gardens by the Bay

Gardens by the Bay erstreckt sich über rund 105 Hektar an der Marina Bay. Wahrzeichen sind die Supertrees, baumartige Stahlkonstruktionen mit Solarzellen, die bis zu 50 Meter hoch werden – etwa so hoch wie ein 16-stöckiges Gebäude. Zur Anlage gehören außerdem zwei klimatisierte Gewächshäuser: Die Flower Dome hält laut Guinness-Weltrekord als größtes Glasgewächshaus der Welt eine Temperatur von 23 bis 25 Grad; im benachbarten Cloud Forest sorgt ein 35 Meter hoher Indoor-Wasserfall für ein feuchtkühles Bergklima.

Praktische Tipps: Anreise, Visum und Nahverkehr

Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage kein Visum; der Reisepass sollte bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Änderungen der Einreisebestimmungen sollten vor Abflug direkt bei der Deutschen Botschaft in Singapur oder den offiziellen Einreisestellen geprüft werden, da sich solche Regelungen ändern können.

Changi Airport ist über zwei MRT-Linien mit der Innenstadt verbunden: die East-West-Linie mit Umstieg an der Station Tanah Merah sowie die Downtown-Linie mit Umstieg an der Station Expo. Von dort lassen sich die zentralen Hotelviertel gut erreichen – Chinatown liegt an der North-East- und der Downtown-Linie, die Orchard Road an der North-South-Linie, und die Marina Bay ist über die Station Bayfront an Downtown- und Circle-Linie angebunden. Die meisten der hier vorgestellten Luxushotels liegen fußläufig zu einer dieser Stationen.

Landeswährung ist der Singapur-Dollar (SGD). Amtssprachen sind Englisch, Mandarin, Malaiisch und Tamil; Englisch ist im Alltag, in der Verwaltung und im Geschäftsleben die faktische Verkehrssprache, sodass sich Reisende in Hotels, Restaurants und im Nahverkehr in aller Regel problemlos auf Englisch verständigen können.

Trinkgeld ist in Singapur nicht üblich und wird nicht erwartet: Viele Restaurants und Hotels berechnen bereits automatisch eine Servicegebühr von rund zehn Prozent auf der Rechnung. Ein zusätzliches Trinkgeld bei besonders gutem Service ist möglich, aber keine Pflicht.

Beste Reisezeit für einen Aufenthalt in Singapur

Als günstigste Reisezeit gelten die Monate Februar bis September, da Luftfeuchtigkeit und Niederschlag in dieser Zeit im Schnitt niedriger sind als im Rest des Jahres; am trockensten ist es meist zwischen Februar und April. Der Nordost-Monsun von November bis Januar bringt die stärksten Regenschauer. Mit ganzjährig 25 bis 31 Grad lässt sich Singapur grundsätzlich das ganze Jahr über bereisen.

Fazit

Singapur bietet auf engem Raum eine große Bandbreite an Luxushotels – vom denkmalgeschützten Raffles über das moderne Mandarin Oriental bis zu Boutique- und Strandhäusern auf Sentosa. Wer die Anreise mit einem mehrtägigen Zwischenstopp verbindet, hat neben den Hotels selbst Zugang zu Museen, historischen Vierteln, Zoos und Parks, die alle zentral und meist gut zu Fuß oder mit der MRT erreichbar sind.

Für die Hotelwahl lohnt sich vor allem die Frage nach der Lage: Wer historisches Flair und Shopping in Gehweite sucht, ist im Colonial District rund um Raffles gut aufgehoben; wer moderne Skyline-Blicke und kurze Wege zu Marina Bay Sands und Gardens by the Bay bevorzugt, findet an der Marina Bay die passenderen Adressen. Für einen ruhigeren, strandnahen Aufenthalt bietet sich ein Ausweichen auf die Insel Sentosa an, die per Cable Car oder Sentosa Express angebunden ist.

Häufige Fragen

Welche Hotels gelten als die bekanntesten Luxushotels in Singapur?

Zu den bekanntesten zählen das historische Raffles Singapore (seit 1887, im Colonial District) und das moderne Mandarin Oriental Singapore an der Marina Bay mit 510 Zimmern und Suiten. Beide gehören zu den teuersten Adressen der Stadt; daneben gibt es zahlreiche Boutique-, Familien- und Strandhotels, etwa auf der Insel Sentosa.

Wann ist die beste Reisezeit für Singapur?

Die Monate Februar bis September gelten wegen geringerer Luftfeuchtigkeit und weniger Regen als günstigste Reisezeit, am trockensten ist es zwischen Februar und April. Der Nordost-Monsun von November bis Januar bringt die stärksten Regenschauer, grundsätzlich lässt sich Singapur bei ganzjährig 25 bis 31 Grad aber jederzeit bereisen.

Stimmt es, dass auf der Orchard Road Rauchverbot herrscht?

Ja. Seit dem 1. Januar 2019 gilt für einen rund drei Kilometer langen Abschnitt der Orchard Road ein Rauchverbot im Freien.

Wie zentral liegen die großen Luxushotels zu Sehenswürdigkeiten wie Chinatown oder Orchard Road?

Die etablierten Häuser liegen im Colonial District oder an der Marina Bay, meist in Gehweite oder wenige MRT-Stationen von Chinatown (North-East-/Downtown-Linie), Orchard Road (North-South-Linie) und dem Merlion Park entfernt. Zoo, Night Safari und Bird Paradise im Norden der Insel sind dagegen eher mit Taxi, Grab oder Bus zu erreichen.

Was unterscheidet Boutique-Hotels von den großen Luxusketten?

Boutique-Hotels sind meist kleiner, individueller gestaltet und persönlicher im Service, oft in restaurierten Shophouses oder historischen Gebäuden untergebracht. Die großen Ketten punkten eher mit umfangreicher Infrastruktur wie mehreren Restaurants, Spa-Bereichen und großzügigen Poolanlagen sowie einem breiteren Angebot an Zimmerkategorien für Familien oder Geschäftsreisende.

Quellenverweise