Ubud

Ubud gilt als das kulturelle Zentrum Balis: eine Kleinstadt im Hochland zwischen Reisterrassen, Tempeln und Kunsthandwerk, die sich zugleich gut als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Umgebung eignet.

Lage und Anreise nach Ubud

Ubud liegt zentral im Hochland Balis und ist von jedem Ort auf der Insel aus gut erreichbar, auch direkt vom Flughafen.

Vom Flughafen Ngurah Rai (DPS) bei Denpasar sind es rund 40 Kilometer bis Ubud. Ein Taxi oder privater Transfer kostet nach aktuellen Anbieterangaben etwa 400.000 bis 450.000 Rupiah pro Fahrzeug, die Fahrt dauert bei normalem Verkehr rund anderthalb Stunden – zu den Stoßzeiten am Vormittag und frühen Abend kann sie sich auf zwei bis drei Stunden verlängern. Wegen der hohen Verkehrsdichte in und um Ubud sollte bei An- und Abreise generell ein Zeitpuffer eingeplant werden.

Ubud bietet viele Aktivitäten – unsere Tipps

Bargeld lässt sich in Ubud problemlos in Wechselstuben oder an Geldautomaten besorgen. Die Wechselkurse schwanken täglich und unterscheiden sich je nach Anbieter, ein Vergleich lohnt sich; erhaltenes Wechselgeld sollte direkt nachgezählt werden. Da Beträge in Rupiah meist sechs- bis siebenstellig sind, lohnt beim Abheben oder Umtauschen ein zweiter Blick auf die Kommastellen.

Ein Spaziergang durch die Stadt zeigt Ubud von seiner unmittelbaren Seite: Motorroller prägen den Verkehr, Straßenhunde und Affen sind selbst im Zentrum unterwegs, kleine Vogelkäfige hängen an Dachüberständen, vor Häusern stehen religiöse Hausaltäre, und an vielen Kreuzungen finden sich kunstvoll gestaltete Steinreliefs. Die nähere Umgebung ist von Reisfeldern und kleineren Wasserfällen geprägt.

Im Norden der Stadt beginnt der beliebte Wanderweg Campuhan Ridge mit Blick über die Reisterrassen am Stadtrand.

Ein bekannter Wasserfall in der Umgebung ist der Tegenungan-Wasserfall südöstlich von Ubud. Er ist täglich von 6:30 bis 18:30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 20.000 Rupiah pro Person. Ab etwa 11 Uhr füllt sich der Ort zunehmend mit Tagesausflüglern – ein Besuch kurz nach der Öffnung ist deutlich ruhiger.

Auch ein Gang über den Markt oder durch einen Supermarkt zeigt lokale Eigenheiten: Zwischen den Regalen liegen mitunter große Reissäcke, auf denen eine kleine Opfergabe (Canang Sari) für die Gottheiten steht – ein alltäglicher Ausdruck der balinesischen Hindu-Praxis.

In Ubud lassen sich zahlreiche Aktivitäten buchen, darunter je nach Vorliebe Cooking Classes, Wildwasser-Rafting, Massagen oder Yoga-Kurse. Die Auswahl an Anbietern ist groß, ein Vergleich der Bewertungen vor Ort lohnt sich.

Sehenswürdigkeiten und Highlights in Ubud

Ubud: Highlights im Überblick Monkey Forest Erwachsene 130.000 Rp, Kinder 100.000 Rp Geöffnet 9–18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr) Goa Gajah (Bedulu) Eintritt 50.000 Rp, geöffnet 8–17 Uhr Rund 15 Fahrminuten von Ubud entfernt Tegenungan-Wasserfall Eintritt 20.000 Rp pro Person Geöffnet 6:30–18:30 Uhr Lage: südöstlich von Ubud Campuhan Ridge Walk Lage: im Norden der Stadt Blick über Reisterrassen am Stadtrand
Schaubild: Vergleich von Eintrittspreis, Öffnungszeit und Lage der vier wichtigsten Ubud-Sehenswürdigkeiten – Monkey Forest, Goa Gajah, Tegenungan-Wasserfall und Campuhan Ridge Walk.

Der Sacred Monkey Forest Sanctuary, meist Monkey Forest genannt, beherbergt nach Angaben des Betreibers rund 1.050 Langschwanzmakaken in sieben Gruppen. Der Park ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (letzter Einlass 17 Uhr), der Eintritt kostet 130.000 Rupiah für Erwachsene und 100.000 Rupiah für Kinder. Ursprünglich als Schutzgebiet angelegt, soll der Wald zugleich das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt vermitteln.

Wichtig: Flaschen, Getränke und Snacks sollten nicht offen sichtbar in den Park mitgenommen werden. Die Affen sind an Menschen gewöhnt und nehmen sich interessante Gegenstände notfalls selbst; am Eingang weisen entsprechende Hinweisschilder darauf hin. Bananen sind vor Ort für wenig Geld erhältlich und können zum Füttern genutzt werden.

Tollwut und Affen: Das Auswärtige Amt rät grundsätzlich, Kontakt mit Tieren zu vermeiden, und empfiehlt, sich vor der Reise zu einer Tollwutimpfung beraten zu lassen. Wer gebissen oder gekratzt wird, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Ob eine Impfung vor Reiseantritt sinnvoll ist, lässt sich am besten mit einem Reisemediziner klären.

Rund 15 Fahrminuten von Ubud entfernt liegt der Tempel Goa Gajah (Elefantenhöhle) in Bedulu. Der Eintritt kostet 50.000 Rupiah, geöffnet ist täglich von 8 bis 17 Uhr. Am Eingang lassen sich Besucher traditionell mit Weihwasser segnen; ein Sarong ist Pflicht und wird meist gestellt oder lässt sich für rund 70.000 Rupiah leihen bzw. kaufen. Am Parkplatz gibt es zusätzlich Verkaufsstände für Sarongs und Souvenirs.

Ubud ist ganzjährig stark besucht, entsprechend hoch ist die Verkehrsdichte entlang der Hauptstraße Jalan Raya Ubud, auf der es häufig zu langen Staus kommt. Im Zentrum selbst ist man zu Fuß meist schneller unterwegs als mit dem Fahrzeug.

Location-Tipp: Stadttrubel trifft Reisfeld

Wer den Kontrast zwischen belebter Hauptstraße und ruhiger Reisfeldterrasse sucht, findet ihn an folgender Stelle:

An der Raya Ubud auf Höhe der ATM der Panin Bank, gegenüber dem Restaurant „The Paon International Restaurant“, zweigt eine schmale Gasse ab, die leicht zu übersehen ist. Sie führt auf rund 200 Metern, mit einigen Kurven, direkt in die Reisfeldlandschaft am Stadtrand.

Am Ende der Gasse liegt der Sweet Orange Warung mitten im Reisfeld mit Speisen und Getränken. Bei früheren Besuchen malten dort auch lokale Künstler, deren Bilder direkt vor Ort käuflich waren – ob dieses Angebot weiterhin besteht, lässt sich aktuell nicht verifizieren und sollte vor Ort erfragt werden. Lage von Zugang und Warung:

Gibt es lokale Besonderheiten?

Wer unter Reisedurchfall (umgangssprachlich „Bali Belly“) leidet oder seiner Verdauung etwas Gutes tun möchte, kann das traditionelle Getränk Jamu probieren, einen Sud aus Ingwer oder Kurkuma, der in Ubud an mehreren Ständen angeboten wird – etwa an einer Hütte gegenüber der Tankstelle Pertamina.

Vegane Restaurants / Vegane Szene in Ubud

Ubud hat eine ausgeprägte vegane Szene. Restaurants wie 9 Angels und Seeds of Life arbeiten teils mit einem Buffet-Konzept, bei dem der Gast selbst entscheidet, wie viel er für sein Essen zahlt. Solche Orte sind auch bei Alleinreisenden beliebt, weil sich hier leicht Kontakte knüpfen lassen.

Weitere Restauranttipps in Ubud

Melting Wok Warung (Seitenstraße der Raya Ubud) wird von einem französischen Paar geführt und bietet zu moderaten Preisen täglich wechselnde Gerichte. Der kleine Warung hat nur wenige Tische – eine Reservierung per WhatsApp, Telefon oder direkt vor Ort ist empfehlenswert.

Kontakt: Facebook | Telefon: +62 821-5366-6087

Cafe Wayan: besteht seit 1986 an der Monkey Forest Road und zählt zu den größeren, etablierten Restaurants in Ubud. Das offene, weitläufige Gelände mit tropischer Bepflanzung bietet auch abends bei Kerzenlicht Platz für ruhige Tische.

Kontakt Webseite | Telefon: +62 361-975447 | Whatsapp: +62 81-238-957-857

Natur und Wasserfälle in Ubud und Umgebung

Neben den bekannten, oft belebten Wasserfällen gibt es im Umland weitere, weniger besuchte Orte im Wald. Einer davon ist der sogenannte Secret Waterfall bei Ubud: Vom Maya Resort aus führt ein schmaler Pfad über eine kleine Brücke in den Wald, vorbei an einem verlassenen Gebäude und zwei Bachläufen, rechts an einem kleinen Hindutempel vorbei hinunter zum Wasserfall. Der Weg ist nicht ausgeschildert und sollte bei Nässe mit Vorsicht begangen werden.

Für wen eignet sich Ubud?

Ubud eignet sich gut für Veganerinnen und Veganer: Neben spezialisierten Restaurants gibt es eine große Auswahl an kleinen Lokalen und Ständen mit lokalem Obst und Gemüse. Auch für Yoga-Interessierte ist das Angebot groß, zahlreiche Yoga-Resorts bieten Kurse in ruhiger Umgebung an. Der Ort verbindet Trubel im Zentrum mit Ruhe und Natur am Stadtrand sowie ein breites gastronomisches und kulturelles Angebot.

In Ubud übernachten viele Tagesgäste nicht dauerhaft: Wer etwa den Monkey Forest besucht, reist häufig abends wieder ab. Für einen entspannteren Eindruck abseits des Tagestourismus empfiehlt sich ein Aufenthalt von mehreren Tagen, etwa drei bis sieben, sofern die Gesamtreise das zulässt. Abends, wenn die Tagestouristen abgereist sind, wirken viele Restaurants und Warungs bei Kerzenlicht, Fackeln und Livemusik deutlich ruhiger als tagsüber.

Was ist bei der Übernachtung zu beachten?

Ubud ist touristisch gut erschlossen; das Angebot reicht von einfachen Losmen und Homestays über Airbnb-Unterkünfte bis zu gehobenen Hotels und Resorts.

Die Preisspanne ist entsprechend groß und reicht von günstigen Zimmern bis zu Resorts mit Pool und Reisfeldblick im gehobenen Segment. Wer feste Preisvorstellungen hat, sollte diese vorab über eine Buchungsplattform vergleichen, da sich Angebot und Preise laufend ändern.

Infos / Weblinks zum Weiterlesen

Fazit

Ubud verbindet auf kleinem Raum Kultur, Natur und ein großes gastronomisches Angebot. Wer sich mehrere Tage Zeit nimmt, kann fernab des Tagestourismus die ruhigeren Seiten der Stadt erleben – von den Reisterrassen am Stadtrand bis zu den Tempeln und Wasserfällen der Umgebung.

Häufige Fragen

Wie komme ich am besten vom Flughafen Denpasar nach Ubud?

Die rund 40 Kilometer werden meist mit dem Taxi oder einem privaten Transfer zurückgelegt. Das kostet nach aktuellen Anbieterangaben etwa 400.000 bis 450.000 Rupiah pro Fahrzeug, die Fahrzeit liegt bei normalem Verkehr bei rund anderthalb Stunden, zu Stoßzeiten deutlich länger.

Was kostet der Eintritt in den Monkey Forest und wann ist er geöffnet?

Der Sacred Monkey Forest Sanctuary ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 17 Uhr. Der Eintritt kostet 130.000 Rupiah für Erwachsene und 100.000 Rupiah für Kinder.

Wie viele Tage sollte man für Ubud einplanen?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht ein Tagesausflug. Für einen entspannteren Eindruck abseits des Tagestourismus empfehlen sich mehrere Tage, etwa drei bis sieben, sofern die Gesamtreise das zulässt.

Welche Unterkünfte gibt es in Ubud und was kosten sie?

Das Angebot reicht von einfachen Homestays und Losmen über Airbnb-Unterkünfte bis zu gehobenen Hotels und Resorts mit Pool und Reisfeldblick; die Preisspanne ist entsprechend groß.

Sind die Affen im Monkey Forest wegen Tollwut gefährlich?

Das Auswärtige Amt rät grundsätzlich, Kontakt mit Tieren zu vermeiden und sich vor der Reise zu einer Tollwutimpfung beraten zu lassen. Nach einem Biss oder Kratzer sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Snacks und Getränke sollten im Park nicht offen mitgeführt werden, um Konflikte mit den Tieren zu vermeiden.