Affenwald in Ubud – Sacred Monkey Forest Sanctuary

Monkeyforrest Ubud
Monkeyforrest Ubud © Bali.info

Der Affenwald in Ubud, offiziell Sacred Monkey Forest Sanctuary, gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Balis. Auf rund 12,5 Hektar Waldfläche leben mehr als 1.000 Langschwanzmakaken zwischen alten Bäumen und drei Hindu-Tempeln aus der Mitte des 14. Jahrhunderts.

Die Affen sind an Besucher gewöhnt und entsprechend zutraulich. Ein respektvoller Abstand bleibt trotzdem sinnvoll, denn auch gewöhnte Tiere reagieren gelegentlich gereizt. Einheimische begegnen den Affen mit Respekt, ohne sie zu bedrängen – daran orientieren sich Besucher am besten.

Die Affen erinnern an Hanuman, den treuen Gefährten von Lord Rama. Im Ramayana, das in vielen Tempeln Balis und Indiens aufgeführt wird, helfen Affen Rama bei der Eroberung Sri Lankas – unter anderem beim Bau der Brücke dorthin.

Aus diesem Grund gelten Affen den Balinesen als wohlgesonnene Wesen, deren Anwesenheit als Segen betrachtet wird. Diesen Respekt vor den Affen bemerkt man auf ganz Bali, nicht nur in Ubud.

Wo liegt der Affenwald in Ubud?

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Monkeyforrest Ubud © Bali.info

Die Anreise in den Monkey Forest ist unkompliziert: Er liegt nur wenige Kilometer südlich des Stadtzentrums von Ubud und wird auf den meisten Karten als Sacred Monkey Forest Sanctuary geführt. Von Ubud aus führt die Monkey Forest Road direkt zum Wald; die Adresse lautet Jl. Monkey Forest, Padangtegal, Ubud, Bali 80571.

Die Straße führt an einem großen Parkplatz vorbei, der kurz hinter einer Kurve liegt – hier lohnt sich aufmerksames Fahren. Direkt hinter dem Parkplatz liegt der Haupteingang des Parks.

Wer in Ubud wohnt, kann die Strecke oft zu Fuß zurücklegen. Alternativ bieten sich Taxi oder Fahrdienst-Apps an; bei der kurzen Distanz bleibt der Preis überschaubar.

Die ersten Affen sitzen bereits vor dem Eingang. Nachts bleibt der Park geschlossen, damit die Tiere ungestört schlafen können. Die Öffnungszeiten sind täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass ist um 17:00 Uhr.

Welche Aktivitäten bieten sich im Sacred Monkey Forest Sanctuary an?

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Monkeyforrest Ubud © Bali.info

Die meisten Besucher kommen wegen der Affen, die am Wegesrand sitzen. Der Park bietet aber mehr: Beim Rundgang passiert man mehrere kleine Tempel und zahlreiche alte Steinfiguren.

An der Westseite der Eingangshalle steht die Statue der Göttin Sri Devi mit Reis in der Hand, dem Symbol der Fruchtbarkeit.

An der Nordseite steht die Göttin Durga, Mutter der Schöpfung, begleitet von ihren Reittieren Löwe und Tiger. Der balinesischen Erzählung nach besiegte Durga Devi den Dämon Mahisasura, der die Weltordnung stören wollte.

Der Wanderweg durch den Park symbolisiert den Weg der Seele: über die Titi Ugal Agil, die „Vibrationsbrücke“, bis zum Batu Terbelah, dem gespaltenen Stein an der Höhle Durgama.

Der Name Durgama leitet sich von Durga Mata-Ji ab, „verehrte Mutter Durga“. In der Höhle befindet sich zudem ein Lingam, das Symbol des Gottes Shiva.

Lokale Verhaltensregeln

Die Affen begrüßen Besucher schon am Eingang. Sie sind überwiegend friedlich, doch ein paar Regeln sorgen für ein entspanntes Zusammentreffen.

Affen sind verspielt und interessieren sich für Schmuck, Sonnenbrillen, Hüte, Kameras und Handys. Wer diese Gegenstände behalten möchte, lässt sie besser im Hotel oder hält sie gut fest.

Auch Plastikflaschen und -tüten sind begehrt, weil die Affen darin Essbares vermuten. Solche Gegenstände sollte man nicht offen durch den Park tragen.

Handtaschen und Rucksäcke lassen sich am Eingang abgeben, da Affen sie sonst durchsuchen. Kommt ein Tier näher, hilft ruhiges, freundliches Verhalten – hektische Bewegungen und laute Stimmen mögen die Affen nicht.

Von Affenbabys hält man am besten Abstand, so niedlich sie wirken: Muttertiere reagieren auf Berührungsversuche gereizt und schützen ihren Nachwuchs energisch.

Gefüttert werden darf ausschließlich mit Bananen, die vor Ort erhältlich sind – Chips und andere Snacks machen die Tiere krank. Ergreift ein Affe die Banane, lässt man sofort los.

Festhalten wird als aggressives Verhalten gewertet und kann zu einer Bissattacke führen. Aus demselben Grund sollte man sich nicht auf Zerrspiele um Taschen oder Kameras einlassen – Wertsachen gehören besser an der Abgabe.

Was man im Affenwald machen sollte

Monkeyforrest Ubud
Monkeyforrest Ubud © Bali.info

Es lohnt sich, Zeit für die Beobachtung der Affen einzuplanen. Langschwanzmakaken sind neugierig und verspielt, klettern viel und tollen in Gruppen herum.

Insgesamt leben mehr als 1.000 Langschwanzmakaken in mehreren Gruppen im Wald. Wer sich Zeit nimmt, lernt bei der Beobachtung einiges über das Sozialverhalten dieser Tiere.

Der Monkey Forest umfasst drei Tempelanlagen: Pura Dalem Agung Padangtegal, dem Gott Shiva und der Göttin Durga gewidmet, Pura Prajapati Padangtegal für den Gott Brahma sowie Pura Beji Padang Tegal für die Wassergöttin Gangga. Sie stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts und bilden die religiöse Grundlage des Waldes.

Auch der tropische Wald selbst ist einen Blick wert: Auf dem Gelände wachsen rund 115 kartierte Baumarten, dazwischen führen Brücken und schmale Pfade zwischen alten Bäumen hindurch.

Für wen eignet sich der Affenwald?

Der Affenwald eignet sich für die meisten Bali-Reisenden. Kulturinteressierte finden Tempel und Steinfiguren aus dem 14. Jahrhundert, Naturfreunde einen dichten Tropenwald mitten in Ubud, und Familien können die Affen aus sicherer Distanz beobachten. Wer Ruhe sucht, plant den Besuch am besten für den frühen Vormittag ein, bevor die Reisegruppen eintreffen.

Praktische Informationen für den Besuch

Der Eintritt wird direkt vor Ort an der Kasse bezahlt, Kartenzahlung ist ebenso möglich wie an Ticketautomaten am Eingang. Erwachsene und Kinder zahlen unterschiedliche Beträge; da sich die Preise in den vergangenen Jahren mehrfach geändert haben, lohnt sich vor Ort ein Blick auf die aktuell ausgehängten Tarife.

Für einen Rundgang reichen den meisten Besuchern 1 bis 1,5 Stunden. Wer viele Fotos macht oder alle drei Tempel in Ruhe besichtigt, sollte eher bis zu 2 Stunden einplanen.

Vom Flughafen Ngurah Rai (DPS) beträgt die Straßenentfernung nach Ubud rund 34 Kilometer, die reine Fahrzeit mit dem Auto liegt bei etwa 35 Minuten. Durch den dichten Verkehr auf den Hauptstraßen rund um Denpasar dauert die Fahrt in der Praxis häufig länger.

Wer selbst fährt, sollte etwas Bargeld für die Parkgebühr am Eingang bereithalten.

Infos / Weblinks zum Weiterlesen

Fazit

Der Affenwald ist ein lohnendes Ziel für die meisten Bali-Reisenden: ein Vormittag oder Nachmittag mit Affenbeobachtung, drei Tempelanlagen aus dem 14. Jahrhundert und ein dichter Tropenwald mitten in Ubud.

Anschrift / Kontaktdaten:
Jl. Monkey Forest, Ubud, Kecamatan Ubud, Bali 80571, Indonesien

Häufige Fragen

Wie viel kostet der Eintritt in den Sacred Monkey Forest?

Der Eintritt wird direkt vor Ort an der Kasse oder an Ticketautomaten bezahlt, Kartenzahlung ist möglich. Erwachsene und Kinder zahlen unterschiedliche Beträge; da die Tarife in den letzten Jahren mehrfach angepasst wurden, gilt der vor Ort ausgehängte Preis.

Wie kommt man am besten vom Flughafen oder von Denpasar zum Affenwald?

Vom Flughafen Ngurah Rai (DPS) sind es rund 34 Kilometer nach Ubud, die reine Fahrzeit mit Taxi oder Auto liegt bei etwa 35 Minuten. Durch den dichten Verkehr rund um Denpasar kann die Fahrt in der Praxis deutlich länger dauern.

Sind die Affen im Monkey Forest gefährlich für Kinder?

Die Makaken sind überwiegend friedlich, reagieren aber auf hektische Bewegungen, offen getragene Taschen oder Berührungsversuche gereizt. Mit Abstand, ruhigem Verhalten und ausschließlicher Bananenfütterung verläuft der Besuch in aller Regel harmonisch.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch des Affenwalds einplanen?

Für einen Rundgang reichen den meisten Besuchern 1 bis 1,5 Stunden. Wer intensiv fotografiert oder alle drei Tempel in Ruhe besichtigt, sollte bis zu 2 Stunden einplanen.