Reisterrassen von Tegallalang und Jatiluwih

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William Cho, Bali – Rice terrace (2688149256), CC BY-SA 2.0
Jatiluwih reisterrassen
Imacim, Jatiluwih rice terraces, CC BY-SA 4.0

Die Region um Ubud ist für ihre Reisterrassen und das genossenschaftliche Bewässerungssystem Subak bekannt. Der Legende nach führte der Priester Rsi Markandeya das Subak-System im 8. oder 9. Jahrhundert ein; schriftlich belegt ist die balinesische Bewässerungsorganisation erstmals in Inschriften aus dem 11. Jahrhundert.

Tegallalang zählt zu den bekanntesten Terrassenlandschaften der Region Ubud, neben den Reisfeldern in den Dörfern Pejeng und Campuhan.

Die Reisterrassen von Tegallalang erstrecken sich über die gegenüberliegende Talseite und sind vom Wegesrand aus gut einsehbar. Die erhöhte Lage sorgt für ein kühles, luftiges Mikroklima, weshalb der Ort bei Touristen als Fotostopp beliebt ist.

Auch Maler und Naturliebhaber kommen hierher. In der Nähe des Aussichtspunkts reihen sich zahlreiche kleine Kioske und Cafés.

Die Reisterrassen von Jatiluwih

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William Cho, Bali – Rice terrace (2688149256), CC BY-SA 2.0

Die Reisterrassen von Jatiluwih gelten als die größten zusammenhängenden Reisfelder Balis: Sie bedecken eine Fläche von über 600 Hektar im Bezirk Penebel (Regentschaft Tabanan). Von Ubud aus sind es rund 40 Kilometer beziehungsweise etwa anderthalb Autostunden – deutlich weiter als bis Tegallalang.

Der Name „Jatiluwih“ wird meist mit „wirklich schön“ übersetzt, aus balinesisch „jati“ für „wirklich“ und „luwih“ für „schön“ oder „gut“. Seit 2012 gehören die Reisterrassen als Teil der Kulturlandschaft „Subak-System als Ausdruck der Tri-Hita-Karana-Philosophie“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Subak-Bewässerungssystem

Die Terrassen wurden von Hand angelegt, ohne mechanische Maschinen, und werden bis heute mit dem traditionellen Subak-System bewässert – einer Wasserverteilung, die auf der Tri-Hita-Karana-Philosophie beruht.

Tri Hita Karana bedeutet wörtlich „die drei Ursachen des Wohlergehens“ und beschreibt das harmonische Zusammenspiel von Mensch, Natur und dem Spirituellen. Diese Philosophie ist einer der Hauptgründe, warum die UNESCO die balinesischen Subak-Landschaften – darunter Jatiluwih – seit 2012 als Weltkulturerbe führt.

Wanderwege und Eintritt

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Paxson Woelber, Rice fields at Jatiluwih. Bali, Indonesia, CC BY-SA 4.0

Rund um Jatiluwih führen mehrere farbig markierte Wanderwege durch die Terrassen – von kurzen, rund halbstündigen Spaziergängen bis zu mehrstündigen Touren über mehrere Kilometer. Die aktuelle Streckenführung ist an den Eingängen ausgeschildert.

Der Eintritt ist gestaffelt: Ausländische Gäste zahlen mehr als indonesische oder balinesische Besucher. Anfang 2026 lag der Preis für ausländische Erwachsene bei umgerechnet knapp 5 Euro (75.000 Rupiah), Kinder zahlten weniger. Die Einnahmen fließen in die Instandhaltung der Terrassen durch die Dorfgemeinschaft; da die Preise regelmäßig angepasst werden, lohnt sich ein aktueller Check vor Ort.

Die Reisterrassen von Tegallalang

Die Reisterrassen von Tegallalang zählen zu den meistbesuchten Attraktionen Balis. Sie sind kleiner als die Jatiluwih-Reisfelder und touristischer geprägt, liegen aber nur rund 9 Kilometer beziehungsweise etwa 20 bis 25 Fahrminuten nördlich von Ubud – deutlich näher als Jatiluwih.

Wenn Sie in sozialen Medien Fotos von Reisterrassen bei Ubud gesehen haben, zeigen sie meist Tegallalang. Die Terrassen sind die bekanntesten Balis und werden deshalb auch als „Ubud-Reisterrassen“ bezeichnet.

Wandern in Tegallalang

Der Ab- und Aufstieg zur gegenüberliegenden Talseite dauert je nach Route und Tempo zwischen 30 Minuten und 1,5 Stunden. Anders als früher ist der Zugang zu den Terrassen mittlerweile kostenpflichtig (allgemeiner Eintritt rund 25.000 Rupiah); wer über privates Bauernland läuft, wird an einzelnen Stellen zusätzlich um eine kleine Spende gebeten.

Tegallalang und Jatiluwih im Vergleich

Tegallalang vs. Jatiluwih im VergleichTegallalangJatiluwihVSEntfernung ab Ubud9 km ab Ubud20–25 Fahrminuten40 km ab Ubudca. 1,5 AutostundenFlächeKompakter alsJatiluwihÜber 600 Hektar,größte Fläche BalisEintrittrund 25.000 Rupiah(allgemein)ca. 75.000 Rupiah(Ausländer, 2026)WanderwegeKein festes Netz,30 Min.–1,5 Std.Mehrere markierteWege, 30 Min.–mehrstündig
Schaubild: Vergleich von Tegallalang und Jatiluwih nach Entfernung ab Ubud, Fläche, Eintritt und Wanderwegen.

Auf einen Blick: Tegallalang liegt rund 9 Kilometer bzw. 20 bis 25 Fahrminuten nördlich von Ubud, ist kompakter und kostet allgemein rund 25.000 Rupiah Eintritt. Jatiluwih liegt rund 40 Kilometer bzw. etwa anderthalb Stunden entfernt, bedeckt über 600 Hektar und kostet ausländische Gäste aktuell umgerechnet knapp 5 Euro Eintritt. Wer wenig Zeit hat, bleibt bei Tegallalang; wer mehr Ruhe und Fläche sucht, fährt weiter nach Jatiluwih.

Sehenswertes an den Reisterrassen von Tegallalang und Jatiluwih

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EverettSlane, Tegallalang Rice Terraces, CC BY-SA 4.0

Die Reisterrassen von Tegallalang und Jatiluwih zählen zu den meistfotografierten Motiven Balis. Der Blick reicht über das gesamte Tal bis zu den Terrassen an den gegenüberliegenden Hängen.

Die Landbesitzer, die die Terrassen bewirtschaften, bieten Besuchern häufig grüne Kokosnussdrinks an und verkaufen aus Kokosnussblättern geflochtene Hüte, die sie selbst herstellen. Manche stellen sich gegen eine kleine Gebühr auch für Fotos zur Verfügung.

Das Dorf Pakudui in Tegallalang

Ein Highlight der Region Tegallalang ist das Dorf Pakudui, das für sein Holzkunsthandwerk bekannt ist. Rund 90 Prozent der Haushalte arbeiten als Schnitzer; seit 2016 trägt der Ort offiziell den Titel „Garuda Village Pakudui Tourist Village“.

Die Schnitztechniken werden meist innerhalb der Familien von Generation zu Generation weitergegeben; manche Formen entstehen auch aus dem laufenden kreativen Schaffen der Werkstätten. Gearbeitet wird fast ausschließlich mit Holz.

Kunsthandwerk vom Feinsten

Während eines Rundgangs durch das Dorf Pakudui stoßen Sie immer wieder auf eine bestimmte mythische balinesische Figur: den Garuda. Andere gängige Schnitzereien stellen mythische Löwen, Pferde, menschliche Figuren, Hunde, Drachen, Vasen, Frösche, Kängurus, Katzen, verzierte Totems, Tafeln, Türen, Fenster, Tische und vieles mehr dar.

Manche Werkstätten fertigen sogar großformatige Dinosaurierfiguren. Am beliebtesten unter den Kreationen bleibt jedoch der vogelähnliche Garuda – das Nationalsymbol Indonesiens.

Manche der Souvenirverkäufer oder älteren Bauern können aufdringlich wirken. Es gibt jedoch keine festen Preise, also lohnt es sich, ein wenig Verhandlungsgeschick zu zeigen oder freundlich klarzustellen, dass man nur wegen der Fotos da ist.

Das sollte man an den Reisterrassen von Tegallalang und Jatiluwih unbedingt gemacht haben

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Syselpunk, DSF6357, CC BY-SA 4.0

Die Reisterrassen sind das Hauptziel in der Region um Ubud, doch auch ein Abstecher lohnt sich: Entlang der Straße reihen sich Souvenirshops, und das Dorf Pakudui ist einen Ausflug wert. Man erreicht es, wenn man von den Reisfeldern Tegallalang aus nach rechts abbiegt; entlang der kleinen, gewundenen Dorfstraße reihen sich Werkstätten mit Schnitzereien und Holzkunstwerken.

Wer Ruhe, Grün und frische Luft abseits von Verkehr und Umweltverschmutzung sucht, findet sie hier.

Dann ist eine Wanderung oder ein einfacher Spaziergang durch die Reisfelder von Tegallalang oder Jatiluwih die richtige Wahl. Wer beide Orte an einem Tag verbinden möchte, sollte die deutlich längere Fahrzeit nach Jatiluwih einplanen und am besten früh am Morgen starten, bevor die Reisebusse eintreffen.

Weblinks zum Weiterlesen

Fazit

Tegallalang und Jatiluwih sind die beiden bekanntesten Orte, um die Reisterrassen Balis zu erleben: Tegallalang kompakt und gut erreichbar, Jatiluwih größer, ruhiger und als UNESCO-Welterbe geschützt. Beide eignen sich für einen Tag zum Wandern, Fotografieren und für Ausflüge in die Umgebung.

Häufige Fragen

Was kostet der Eintritt zu den Reisterrassen von Jatiluwih und Tegallalang?

Jatiluwih verlangt einen gestaffelten Eintritt: Anfang 2026 zahlten ausländische Erwachsene umgerechnet knapp 5 Euro (75.000 Rupiah), Einheimische deutlich weniger. Tegallalang erhebt einen allgemeinen Eintritt von rund 25.000 Rupiah; wer über privates Bauernland läuft, wird zusätzlich um kleine Spenden gebeten. Beide Preise ändern sich gelegentlich, ein Check vor Ort lohnt sich.

Wie komme ich von Ubud zu den Reisterrassen von Tegallalang und Jatiluwih?

Tegallalang liegt rund 9 Kilometer bzw. 20 bis 25 Fahrminuten nördlich von Ubud. Jatiluwih liegt im Bezirk Penebel (Tabanan) deutlich weiter im Landesinneren – rund 40 Kilometer bzw. etwa anderthalb Autostunden von Ubud entfernt.

Welche Wanderwege gibt es bei den Reisterrassen und wie lange dauern sie?

In Jatiluwih führen mehrere farbig markierte Routen durch die Terrassen, von kurzen Spaziergängen um die 30 Minuten bis zu mehrstündigen Touren. In Tegallalang gibt es kein festes Wegenetz; der Ab- und Aufstieg zur gegenüberliegenden Talseite dauert je nach Route etwa 30 Minuten bis 1,5 Stunden.

Was ist der Unterschied zwischen den Reisterrassen von Tegallalang und Jatiluwih?

Tegallalang ist kleiner, touristischer und nur rund 20 Minuten von Ubud entfernt. Jatiluwih ist mit über 600 Hektar deutlich größer, UNESCO-Weltkulturerbe und liegt mit rund 1,5 Autostunden von Ubud spürbar abgelegener und ruhiger.

Warum sind die Reisterrassen von Jatiluwih UNESCO-Weltkulturerbe?

Jatiluwih gehört seit dem 6. Juli 2012 zur UNESCO-Welterbestätte „Cultural Landscape of Bali Province: the Subak System as a Manifestation of the Tri Hita Karana Philosophy“. Ausschlaggebend war das jahrhundertealte Subak-Bewässerungssystem als Ausdruck der Tri-Hita-Karana-Philosophie, die Mensch, Natur und Spiritualität in Einklang bringt.