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Wo liegt die Menjangan Insel?
Die Menjangan Insel, auf Deutsch „Insel der Hirsche“, liegt vor der Nordwestküste Balis nahe Pemuteran. Von Labuhan Lalang oder Pemuteran aus dauert die Bootsfahrt je nach Startpunkt etwa 30 bis 50 Minuten. Ihren Namen verdankt die Insel dem Java-Rusa-Hirsch (Rusa timorensis), der laut IUCN als gefährdet gilt und früher zur Paarungszeit zur Insel schwamm. Die Insel gehört zum Bali Barat Nationalpark und liegt in einem geschützten Meeresgebiet.
Menjangan ist eine trockene Insel ohne eigene Süßwasserquellen. Landtiere gibt es kaum, abgesehen von einigen Reptilienarten; dauerhaft bewohnt ist die Insel nicht. Sie ist rund 2 Kilometer lang und 500 Meter breit.
Welche Aktivitäten bieten sich auf der Menjangan Insel an?

Menjangan zählt zu den bekanntesten Tauchgebieten Balis. Vor allem Steilwandtaucher schätzen die Insel: Rund um sie verteilen sich etwa 8 bis 10 benannte Tauchplätze, die meisten davon Wall-Dives mit Tiefen von wenigen Metern bis über 40 Meter.
Neben den Steilwänden gibt es weitere Attraktionen für Taucher: dicht bewachsene Riffe mit vielen Korallenarten, Höhlen, kleine Lagunen, Überhänge und ein Schiffswrack. Das sogenannte Anker Wreck ist ein rund 150 Jahre altes Holzboot in etwa 40 Metern Tiefe.
Die Korallenriffe sind größtenteils intakt und Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Durch die Nähe zur Java-See trifft man hier auch selten gewordene Meeresbewohner: Napoleonfische, Zackenbarsche, Barrakudas, Schildkröten und – vor allem in der Regenzeit – gelegentlich Mantas und Riffhaie.
Schnorcheln und Wandern
Für Schnorchler eignet sich vor allem die Nordseite der Insel mit sonnendurchfluteten Korallengärten. Auf der Insel selbst stehen drei Tempel, die auch von Einheimischen für Zeremonien genutzt werden. Eine große weiße Statue weist den Weg zum wichtigsten Tempel, dem Pura Ganesha Menjangan.
Von eigenständigen Wanderungen abseits der Wege wird abgeraten, da auf der Insel auch giftige Schlangen vorkommen. Der Strandbereich gilt als weitgehend reptilienfrei und ist ohne Einschränkung nutzbar.
Lokale Verhaltensregeln

Da die Insel in einem Meeresschutzgebiet liegt, benötigen Besucher und Taucher eine Genehmigung. Diese wird an der Parkstation Labuhan Lalang ausgestellt; dort gibt es auch Verpflegung, Wasser und die Bootsanbindung zur Insel. Der Eintritt kostet 200.000 Rupiah pro Person, an Sonn- und Feiertagen 300.000 Rupiah; hinzu kommen vor Ort Gebühren für Boot, Guide und gegebenenfalls Ausrüstung.
Rund um die Insel herrschen meist milde Strömungen, die Tauchplätze sind selten überfüllt. Eine Übernachtungsmöglichkeit gibt es auf Menjangan nicht.
Fazit
Die Menjangan Insel eignet sich vor allem für Taucher und Schnorchler und ist als Tagesausflug vom Festland aus gut erreichbar. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, bleibt die Landschaft weitgehend unberührt – mit etwas Glück lässt sich sogar ein Java-Rusa-Hirsch beobachten.
Anschrift / Kontaktdaten
Für Schnorchler:
West Bali Explorer
E-Mail: info@permuteranwestbali.com
Für Taucher:
North Bali Divecenter (deutschsprachig)
E-Mail: joerg@balidivecenter.com
Reef Seen Divers
E-Mail: dive@reefseenbali.com
Sea Rovers
Mobil: +628113857118
oder über das Kontaktformular auf der Homepage
Weiterführende Webseiten
Häufige Fragen
Wie kommt man zur Menjangan Insel?
Boote starten meist an der Parkstation Labuhan Lalang oder in Pemuteran im Nordwesten Balis. Die Überfahrt dauert je nach Startpunkt rund 30 bis 50 Minuten.
Braucht man für den Besuch eine Genehmigung?
Ja. Da die Insel zum Bali Barat Nationalpark und einem Meeresschutzgebiet gehört, ist für Besucher und Taucher eine Genehmigung Pflicht. Sie wird an der Parkstation Labuhan Lalang ausgestellt.
Wie hoch sind Eintritt und Zusatzgebühren?
Der Eintritt liegt bei 200.000 Rupiah pro Person, an Sonn- und Feiertagen bei 300.000 Rupiah. Für Boot, Guide und Ausrüstung fallen vor Ort weitere Gebühren an, die je nach Anbieter variieren.
Lohnt sich die Insel auch für Nicht-Taucher?
Ja. Schnorchler finden vor allem an der Nordseite gute Bedingungen, und die drei Tempel der Insel lassen sich besichtigen. Eigenständige Wanderungen abseits der Wege sind wegen giftiger Schlangen nicht empfehlenswert; eine Übernachtung ist auf der Insel nicht möglich.
Wann ist die beste Reisezeit zum Tauchen?
Die Trockenzeit von April bis Oktober/November bietet die besten Bedingungen; die höchste Sichtweite wird meist im Oktober und November erreicht.