Inhaltsverzeichnis:

Der Ubud Art Market, auf Indonesisch auch „Pasar Seni Ubud“ genannt, liegt an der Jalan Raya Ubud Nr. 35 direkt gegenüber dem Königspalast Puri Saren. Er ist täglich geöffnet, üblicherweise von rund 8 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Der Markt gliedert sich in zwei Bereiche: Im westlichen Teil reihen sich die Kunsthandwerksstände, im östlichen Teil liegt ein traditioneller Markt mit Obst, Gemüse und Waren des täglichen Bedarfs.
Angeboten werden vor allem Seidenschals, leichte Hemden, handgeflochtene Taschen, Körbe und Hüte, Statuen, Drachen und andere handgefertigte Waren. Feste Preise sind auf dem Ubud Art Market die Ausnahme, Feilschen ist üblich.
Ein Großteil der Waren stammt aus den umliegenden Dörfern Pengosekan, Tegallalang, Payangan und Peliatan, die für Holzschnitzerei, Malerei und Flechtarbeiten bekannt sind. Durch die Lage inmitten dieser Handwerksdörfer und direkt am Königspalast gilt der Markt als einer der ergiebigsten Anlaufpunkte für balinesisches Kunsthandwerk auf der Insel.
Der Markt hat in den vergangenen Jahren mehrere Rückschläge überstanden. Nach einem Brand, der 2016 den Block A beschädigt hatte, wurde das Gebäude saniert und im April 2023 wiedereröffnet. Am 17. August 2024 zerstörte ein weiterer Brand, ausgelöst durch einen technischen Defekt an der Stromversorgung, große Teile des Untergeschosses und des Osttrakts; rund 400 der etwa 1.000 dort ansässigen Stände waren betroffen, verletzt wurde niemand. Der Wiederaufbau des Osttrakts läuft seither mit Mitteln des balinesischen Provinzhaushalts. Der Markt blieb während der Reparaturen weitgehend geöffnet, Händler wichen zeitweise in Behelfsstände aus; auch 2026 ist er in Betrieb, während einzelne Bereiche noch instandgesetzt werden.
2010 diente der Ubud Art Market auch als Kulisse für den Hollywood-Film „Eat Pray Love“: Julia Roberts schlendert darin gemeinsam mit ihrem Filmpartner Javier Bardem durch die Stände, gedreht wurde mit echten Händlern und echten Waren.
Schlendern durch den Ubud Art Market
Für viele Bali-Reisende gehört ein Spaziergang durchs Zentrum von Ubud zum festen Programm. Eine beliebte Route führt vom Sacred Monkey Forest Sanctuary am südlichen Ende der Monkey Forest Road – rund 15 bis 20 Gehminuten entfernt – über den Ubud Art Market bis zum Königspalast.
Auf dem Ubud Art Market muss nicht zwingend gekauft werden. Schon das Betrachten der Auslagen zeigt die handwerkliche Bandbreite der Region, von Stand zu Stand unterscheiden sich Machart und Material.
Im Vergleich zu Kunstmärkten in anderen Touristenzentren Balis, etwa in Kuta, bietet der Ubud Art Market eine größere Vielfalt und im Schnitt hochwertigere Verarbeitung. Neben Strandtüchern und Hemden mit „Bali“-Aufdruck, gewebten Ikat-Röcken, balinesischen Gemälden, Holzschnitzereien und geflochtenen Körben, die sich auf der ganzen Insel finden, führt der Markt auch Nischenware wie vierfarbige Boho-Röcke aus Satin, Öllampen im marokkanischen Stil, gesteppte Batik-Camisolen und Messing-Buddha-Statuetten.
Feilschen, aber richtig!

Anders als in den Läden an der Monkey Forest Road tragen die meisten Waren auf dem Ubud Art Market weder Strichcode noch festen Preis. Feilschen wird erwartet.
Der Handel auf Bali unterscheidet sich deutlich vom Feilschen auf orientalischen Basaren, wo Kunden mitunter energisch in die Stände gezogen werden. Balinesische Händler warten in der Regel ab, bis Käufer selbst den ersten Schritt machen, und drängen nicht zum sofortigen Kauf.
Gefeilscht wird meist höflich und mit einem Lächeln; für viele Händler gehört das zum Einkauf dazu, nicht immer geht es dabei um den höchstmöglichen Gewinn. Trotzdem hilft es, sich vorher eine persönliche Preisobergrenze zu setzen.
Ein gängiger Ausgangspunkt ist es, etwa die Hälfte des genannten Preises zu bieten und sich von dort aus anzunähern. Am ersten Urlaubstag lohnt es sich eher, das allgemeine Preisniveau kennenzulernen, statt sofort zu kaufen.
Da sich an einem Tag kaum alle Stände abgehen lassen, kann es sinnvoll sein, für einen bestimmten Artikel an einem anderen Tag zurückzukommen, um in Ruhe zu verhandeln.
Gut zu wissen
Wer gezielt kaufen möchte, ist am besten früh unterwegs, bevor gegen 10 Uhr der Hauptandrang einsetzt. Als einer der ersten Käufer des Tages lassen sich häufig bessere Preise erzielen – nach balinesischem Volksglauben bringt der erste Verkauf des Tages Glück, weshalb Händler dafür eher nachgeben.
Am Nachmittag wird es voller, und Verkäufer versuchen hartnäckiger, Interessenten am Stand zu halten. Das ist als Verkaufstaktik zu verstehen, nicht als Aggression.
Gegen Abend beruhigt sich das Geschehen; kurz vor Ladenschluss sind Händler oft bereit, Restposten günstiger abzugeben. Wer zusätzlich das Sacred Monkey Forest Sanctuary besucht, sollte das vor dem Einkauf tun – die dortigen Langschwanzmakaken greifen gezielt nach Taschen und Tüten.
Auch ohne Kauf sehenswert

Der Ubud Art Market bietet neben balinesischem Kunsthandwerk auch international beeinflusste Ware; die Verarbeitungsqualität gilt im Vergleich zu anderen Märkten der Insel im Schnitt als hochwertiger.
Ein Rundgang lohnt sich auch für Nichtkäufer und für Fotografen, die farbenfrohe Motive suchen. Wertsachen sollten dabei im Blick bleiben, denn Taschendiebstahl kommt auf belebten Märkten wie diesem vor. Wer in Ubud übernachtet, findet früh morgens oder spät am Abend die ruhigsten Bedingungen.
Die offizielle Adresse lautet Jalan Raya Ubud Nr. 35. Durch die zentrale Lage direkt gegenüber dem Königspalast ist der Markt leicht zu finden; auf dem Spaziergang vom Sacred Monkey Forest Sanctuary zum Königsplatz führt der Weg direkt hindurch.
Häufige Fragen
Wann hat der Ubud Art Market geöffnet und wann ist die beste Besuchszeit?
Der Markt ist täglich geöffnet, in der Regel von rund 8 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Für Käufe eignet sich der frühe Vormittag am besten, da vor etwa 10 Uhr weniger Trubel herrscht und Händler eher auf Preisnachlässe eingehen.
Wie funktioniert das Feilschen auf dem Ubud Art Market?
Da die meisten Waren keinen festen Preis haben, ist Verhandeln üblich. Ein gängiger Startpunkt ist etwa die Hälfte des genannten Preises; verhandelt wird höflich und ohne Druck, anders als auf orientalischen Basaren.
Wie kommt man vom Sacred Monkey Forest Sanctuary zum Ubud Art Market und zum Königspalast?
Zu Fuß über die Monkey Forest Road und weiter Richtung Jalan Raya Ubud sind es rund 15 bis 20 Minuten; die Route führt direkt am Markt vorbei bis zum gegenüberliegenden Königspalast Puri Saren.
Ist der Ubud Art Market nach dem Brand von 2024 noch geöffnet?
Ja. Der Brand vom 17. August 2024 zerstörte das Untergeschoss und Teile des Osttrakts, der Markt blieb aber weitgehend in Betrieb, während Händler in Behelfsständen verkauften. Der Wiederaufbau des betroffenen Bereichs läuft, der größte Teil des Marktes ist normal begehbar.
Ist der Ubud Art Market sicher vor Taschendieben und Affen?
Wie auf jedem belebten Markt sollten Wertsachen im Blick bleiben, Taschendiebstahl kommt vor. Affen sind am Markt selbst kein Thema, wohl aber im nahegelegenen Sacred Monkey Forest Sanctuary, wo Langschwanzmakaken gezielt nach Einkaufstüten greifen.