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Der Gunung Agung im Osten Balis ist mit rund 3.000 Metern der höchste Berg der Insel und ihr heiligster. Er ist einer von zwei aktiven Vulkanen auf Bali, der andere ist der Batur im Hochland von Kintamani. Die folgenden Abschnitte beschreiben Höhe und Bedeutung des Agung, seine Ausbrüche seit 1963, die Warnstufen der indonesischen Vulkanbehörde, beide Aufstiegsrouten mit nachgerechneten Gehzeiten und die übrigen Vulkane auf Bali.
Datenstand: 21. Oktober 2026. Quellen und Rechenweg stehen am Ende des Artikels.
- Höhe: rund 3.000 Meter. Die indonesische Vulkanbehörde PVMBG nennt 3.142 m, OpenStreetMap 3.031 m, die Smithsonian-Vulkandatenbank 2.997 m.
- Warnstufe am 21. Oktober 2026: Level I (Normal), die niedrigste von vier Stufen. Sie gilt seit dem 13. September 2021.
- Letzte Ausbruchsphase: 21. November 2017 bis 13. Juni 2019, im Frühjahr 2022 noch einzelne Aschewolken.
- Aufstieg: ab Pura Pasar Agung rechnerisch 4,5 Stunden bis zum Kraterrand, ab Pura Besakih mindestens rund 7 Stunden bis zum Gipfel, jeweils ohne Pausen.
- Weitere Vulkane: der aktive Batur (1.711 m) sowie Batukaru (2.276 m) und Catur (2.096 m) im ruhenden Bratan-Komplex.
Gunung Agung: Höhe, Lage und Bedeutung
Der Agung ist ein Schichtvulkan am Ostende Balis im Bezirk Karangasem. Seine Nord- und Südflanke reichen bis an die Küste. Der Gipfelbereich ist laut Smithsonian Global Volcanism Program rund 1,5 Kilometer lang: Im Osten liegt ein steilwandiger Krater mit etwa 800 Metern Durchmesser, der höchste Punkt im Westen. Für die Höhe sind drei Werte im Umlauf. Die indonesische Vulkanbehörde PVMBG führt 3.142 Meter, OpenStreetMap 3.031 Meter und die Smithsonian-Datenbank 2.997 Meter. Wir schreiben deshalb „rund 3.000 Meter“.
Für viele balinesische Hindus ist der Gunung Agung der heiligste Berg der Insel und Sitz der Götter und Ahnengeister. Einer Legende nach zerteilte der Gott Pasupati den kosmischen Weltenberg Meru, aus einem der Bruchstücke entstand der Agung. Er gilt deshalb als irdisches Abbild des Meru.
Am Südwesthang liegt auf 900 bis 1.000 Metern der Tempelkomplex Pura Besakih, die „Mutter aller Tempel“. Laut indonesischem Tourismusministerium ist er seit dem 15. Jahrhundert der zentrale Tempel des Hinduismus auf Bali. Bei Zeremonien sind die Gebetsbereiche den Gläubigen vorbehalten. Eintritt, Öffnungszeiten und Anfahrt stehen im Artikel über den Besakih-Tempel. Für die Besichtigung sollten Sie mindestens zwei Stunden einplanen.
Jüngste Vulkanausbrüche des Gunung Agung

Der Gunung Agung ist ein aktiver Vulkan, gefährliche Ausbrüche lassen sich also nie ganz ausschließen. Wie oft sie vorkommen, zeigt eine geologische Untersuchung der Ascheschichten am Berg: In den vergangenen rund 5.200 Jahren gab es 52 Ausbrüche mit Ascheablagerungen, im Mittel also etwa einen je Jahrhundert. Rund ein Viertel davon war so stark wie der Ausbruch von 1963 oder stärker, darunter der Ausbruch von 1843 (Fontijn und andere, 2015).
Der Ausbruch von 1963
Der Ausbruch begann im Februar 1963 mit einem Lavastrom und dauerte bis Januar 1964. Am 17. März und am 16. Mai 1963 folgten zwei heftige Explosionsphasen, die Aschesäulen erreichten 19 bis 26 Kilometer (März) und rund 20 Kilometer Höhe (Mai). Glutlawinen (pyroklastische Ströme) und Schlammströme (Lahare) zerstörten zahlreiche Dörfer, vor allem nördlich und südlich des Berges. Schätzungen der Todesopfer reichen von rund 1.100 bis 1.900. Es war der größte Vulkanausbruch Indonesiens im 20. Jahrhundert.
Die Ausbruchsphase 2017 bis 2019
Ab dem 24. August 2017 zeichnete die Beobachtungsstation der Vulkanbehörde in Rendang immer mehr flache vulkanische Erdbeben auf, ab dem 10. September deutlich stärkere. Die Behörde hob die Warnstufe am 14. September 2017 auf II, am 18. September auf III und am 22. September auf die höchste Stufe IV (Awas). Zehntausende Menschen verließen ihre Dörfer. Der erste Ausbruch folgte am 21. November 2017. In der Nacht zum 27. November sahen die Beobachter Feuerschein über dem Krater, die Aschesäule stand 2.500 bis 3.000 Meter über dem Krater. Die Behörde rief erneut Stufe IV aus, die Gefahrenzone reichte 8 Kilometer um den Krater, nach Norden und Nordosten sowie nach Südosten bis Südwesten 10 Kilometer. Der Flughafen Ngurah Rai blieb vom 27. November bis zum 29. November 2017, 14:28 Uhr Ortszeit, geschlossen.
Die Ausbrüche setzten sich 2018 fort. Am 29. Juni 2018 schloss der Flughafen erneut, von 3 Uhr bis 14:30 Uhr. Bis zum Mittag fielen 306 Flüge aus, 19.891 Fluggäste waren betroffen. Die Smithsonian-Datenbank führt die gesamte Ausbruchsphase vom 21. November 2017 bis zum 13. Juni 2019. Danach ließ die Aktivität nach: Am 16. Juli 2020 senkte die Behörde die Warnstufe auf II mit einer Gefahrenzone von 2 Kilometern um den Krater, seit dem 13. September 2021 gilt Stufe I. Im April und Mai 2022 meldete das Aschewarnzentrum für die Luftfahrt in Darwin noch einzelne Aschewolken, eine stieg am 3. April rund 700 Meter über den Gipfel. Die Warnstufe blieb dabei auf I.
| Datum | Warnstufe | Gefahrenzone und Anlass |
|---|---|---|
| 14.09.2017 | II (Waspada) | mehr vulkanische Beben |
| 18.09.2017 | III (Siaga) | laut Tagesbericht |
| 22.09.2017 | IV (Awas) | zuletzt 9 km, sektoral 12 km |
| 29.10.2017 | III (Siaga) | 6 km, sektoral 7,5 km |
| 27.11.2017 | IV (Awas) | Ausbrüche; 8 km, sektoral 10 km |
| 10.02.2018 | III (Siaga) | laut Tagesbericht |
| 16.07.2020 | II (Waspada) | 2 km |
| 13.09.2021 | I (Normal) | keine feste Zone |
| 21.10.2026 | I (Normal) | keine feste Zone |
Gefahren und Überwachung: die vier Warnstufen
Das Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahrenabwehr (PVMBG) der indonesischen Geologiebehörde überwacht den Agung von seiner Beobachtungsstation in Rendang aus. Es wertet Erdbebenmessungen, die Verformung des Berges, die Dampfsäule über dem Krater und Wärmebilder von Satelliten aus und ordnet die Aktivität einer von vier Stufen zu. Einstufung, Tagesberichte und Empfehlungen veröffentlicht es auf MAGMA Indonesia, auch als App.
| Stufe | Bedeutung laut PVMBG | Vulkane am 21.10.2026 |
|---|---|---|
| IV Awas | höchste Stufe: Aktivität steigt deutlich oder Ausbruch | 0 |
| III Siaga | Aktivität steigt deutlich oder Ausbruch | 3 |
| II Waspada | Aktivität beginnt zu steigen, an manchen Vulkanen sind Ausbrüche möglich | 24, darunter Rinjani |
| I Normal | Messwerte schwanken ohne deutlichen Anstieg | 42, darunter Agung und Batur |
Die Gefahrenzone legt die Behörde je nach Lage fest, 2017 reichte sie bis zu 12 Kilometer weit. Für Stufe I gibt es keine feste Zone, wohl aber Empfehlungen. Im Tagesbericht vom 20. Oktober 2026 rät PVMBG Anwohnern, Wanderern und Besuchern am Agung:
- sich am Krater nur begrenzt aufzuhalten und bei Wolken oder Regen nicht am Krater zu bleiben,
- nicht am Krater zu übernachten und nicht in den Krater abzusteigen,
- an Flüssen, die am Gipfel entspringen, mit Schlammströmen zu rechnen.
Bei einem Ausbruch drohen vor allem Glutlawinen, Ascheregen und Lahare. Lahare entstehen, wenn Regen lose Asche von den Hängen mitreißt. Sie folgen den Flusstälern und können noch Monate nach einem Ausbruch auftreten, besonders in der Regenzeit. Die Empfehlungen der Behörde können sich täglich ändern. Das Auswärtige Amt rät in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen (Stand 21. Oktober 2026), sich vor einer Vulkanbesteigung nach der aktuellen Gefährdungsstufe zu erkundigen und Gefahrenzonen weiträumig zu meiden.
Die Besteigung des Gunung Agung

Gerade für Ungeübte ist die Besteigung anspruchsvoll: Sie beginnt in der Nacht, führt im unteren Teil durch feuchten Wald und weiter oben über unebene, teils steile Pfade und Lavagestein mit kurzen Kletterstellen. Wie kalt es oben ist, zeigt eine Abschätzung mit der in der Meteorologie üblichen Abnahme von 0,65 °C je 100 Höhenmeter: Ausgehend vom Tagesmittel an der Küste (27,3 °C) liegt das Jahresmittel am Gipfel bei rund 8 °C, vor Sonnenaufgang ist es kälter. Gemessene Werte gibt es nicht. Am trockensten ist es im Bergland von Juni bis September, Monatswerte stehen in der Bali Klimatabelle.
Eine allgemeine Pflicht, einen Guide zu nehmen, ist amtlich nicht belegt. Ein Rundschreiben der Forst- und Umweltbehörde der Provinz Bali vom Januar 2025 rät bei extremem Wetter wie Starkregen oder Sturm vom Aufstieg ab. Wer dann trotzdem geht, muss einen lokalen Guide mit Erfahrung am Berg nehmen und den Anweisungen am Posten folgen. Ein Guide aus den Dörfern am Berg kennt den Weg auch in der Dunkelheit und weiß, welche heiligen Stätten nicht betreten werden dürfen. Die Preise legen die Anbieter fest, amtliche Tarife sind nicht veröffentlicht. Von den möglichen Wegen haben sich zwei Routen etabliert.
Die Südroute ab Pura Pasar Agung
Der kürzere Weg beginnt unweit des Dorfes Selat am Tempel Pura Pasar Agung auf rund 1.600 Metern. Laut OpenStreetMap führt er über 3,1 Kilometer und rund 1.220 Höhenmeter zum südlichen Kraterrand. Den höchsten Punkt im Westen des Gipfelbereichs erreicht er nicht, dafür blicken Sie von oben in den Krater. Nach der Faustregel der Alpenvereine (DIN 33466) sind das 4,5 Stunden hinauf und 2,8 Stunden hinab, ohne Pausen. Für den Sonnenaufgang am Kraterrand heißt das: losgehen zwischen etwa 1:20 Uhr im November und 2:05 Uhr im Juli. Der Weg führt zunächst durch Wald, dann über steiniges Lavagestein.
Die Südwestroute ab Pura Besakih
Die längere Route beginnt am Tempel Pura Besakih auf rund 940 Metern und führt zum Hauptgipfel, das sind rund 2.050 Höhenmeter. Der Pfad ist in OpenStreetMap nicht durchgehend erfasst, deshalb lässt sich die Gehzeit nur nach unten abschätzen: Allein die Höhenmeter ergeben nach der Faustregel mindestens rund 7 Stunden hinauf und 4 Stunden hinab. Wer zum Sonnenaufgang oben sein will, muss spätestens zwischen 23 Uhr (November) und 23:45 Uhr (Juli) losgehen. Die letzte Stunde gilt als besonders anspruchsvoll und verlangt stellenweise Kletterei auf allen vieren.
Die Sonne geht am Agung im Jahresverlauf zwischen 5:48 Uhr (Mitte November) und 6:34 Uhr (Mitte Juli) auf. Die Zeiten gelten für einen Horizont auf Meereshöhe, vom Gipfel aus ist die Sonne wegen der Höhe einige Minuten früher zu sehen. Weitere Routen auf Balis Berge mit Höhenmetern und Gehzeiten stehen im Artikel Trekking auf Bali.
Der Abstieg
Auf beiden Routen ist der Abstieg anstrengend, weil das eigene Körpergewicht mit kontrollierten Schritten abgefangen werden muss. Sobald der Waldabschnitt beginnt, wird der Pfad zudem oft rutschig. Beim Abstieg ist ebenso viel Vorsicht gefragt wie beim Aufstieg.
Sperrungen bei Zeremonien
Unabhängig von der Warnstufe kann der Berg bei religiösen Zeremonien ganz gesperrt werden. Ein Beispiel: Vom 1. Oktober bis 30. November 2024 war die Besteigung wegen Zeremonien am Tempel Pura Pasar Agung geschlossen, die Bergführer sagten gebuchte Touren ab (ANTARA, 30.09.2024). Das größte jährliche Fest in Besakih, Ida Bhatara Turun Kabeh, fällt in den März oder April. Fragen Sie Ihren Guide kurz vor der Tour nach dem aktuellen Stand und prüfen Sie die Warnstufe auf MAGMA Indonesia.
Weitere Vulkane auf Bali: Batur, Batukaru und Catur
Bali hat drei vulkanische Bergregionen: den Agung im Osten, die Caldera des Batur im Hochland von Kintamani und den Buyan-Bratan-Komplex um den Bratan-See in der Inselmitte. Aktiv sind nur Agung und Batur, nur für diese beiden führt die Vulkanbehörde eine Warnstufe. Die Kegel des Bratan-Komplexes gelten laut Smithsonian seit Hunderten bis Tausenden Jahren als inaktiv.
| Vulkan | Höhe | Warnstufe 21.10.2026 | Letzter Ausbruch |
|---|---|---|---|
| Agung | rund 3.000 m | I (Normal) | 2017 bis 2019, Aschewolken 2022 |
| Batur | 1.711 m | I (Normal) | März 1999 bis Juni 2000 |
| Batukaru (Bratan-Komplex) | 2.276 m | keine | nicht überliefert |
| Catur (Bratan-Komplex) | 2.096 m | keine | nicht überliefert |
| Rinjani (Lombok, zum Vergleich) | 3.726 m | II (Waspada) | August bis September 2016 |
Batur: Sonnenaufgang in der Caldera
Der Mount Batur ist nach der Smithsonian-Datenbank 1.711 Meter hoch, oft werden 1.717 Meter genannt. Er steht inmitten zweier ineinanderliegender Calderen von 10 × 13,5 und 6,4 × 9,4 Kilometern. Seit 1804 sind 25 Ausbrüche bestätigt, zuletzt von März 1999 bis Juni 2000. Der zweithöchste Vulkan Balis ist der Batur nicht: Höher sind Agung, Batukaru und am Rand der Batur-Caldera der Abang mit 2.151 Metern (OpenStreetMap). Am 21. Oktober 2026 galt Stufe I. PVMBG rät, sich am aktiven Krater nur kurz aufzuhalten, dort nicht zu übernachten und die Austrittsstellen von Gas zu meiden, weil es giftig sein kann. Seit 2012 gehört die Caldera als Batur UNESCO Global Geopark zum weltweiten Netzwerk der Geoparks.
Der Aufstieg zum Sonnenaufgang dauert laut Provinz Bali rund zwei Stunden. Für das Gebiet Kintamani erhebt der Bezirk Bangli eine Gebühr, ausländische Gäste zahlen 50.000 Rupiah (2,48 €, Stand März 2026). Startpunkt, Bergführer und Batursee beschreibt der Artikel über den Mount Batur, Gebühren und Aussichtspunkte der Artikel über Kintamani.
Bratan-Caldera: Catur und Batukaru
Die Bratan-Caldera, auch Catur-Caldera genannt, misst 11 × 6 Kilometer und enthält drei Seen: Bratan, Buyan und Tamblingan. Über dem Bratan-See mit dem Tempel Pura Ulun Danu Bratan erhebt sich der Gunung Catur mit 2.096 Metern. Der Batukaru ist mit 2.276 Metern der zweithöchste Berg Balis und der größte Kegel des Komplexes. Er liegt rund 10 Kilometer südwestlich der Caldera und ist nicht mit dem Berg am Bratan-See zu verwechseln. Mit dem Tempel Pura Luhur Batukaru und den Reisterrassen von Jatiluwih gehört sein Umland zum UNESCO-Welterbe. Ausbrüche aus historischer Zeit sind für den Bratan-Komplex nicht überliefert. Zwei Kegel, Tapak und Lesong, sind nach geologischen Befunden jünger als rund 23.000 Jahre.
Auf der Nachbarinsel Lombok galt für den Rinjani am 21. Oktober 2026 Stufe II (Waspada). Die Vulkanbehörde rät dort von Aufenthalt und Zelten im Umkreis von 1,5 Kilometern um den Krater des Barujari ab. Mehr dazu im Artikel über den Rinjani-Vulkankrater.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Der Gunung Agung ist nicht die einzige Sehenswürdigkeit der Region. In der näheren Umgebung liegen weitere Ziele, die sich gut mit einem Ausflug zum Vulkan verbinden lassen.
Wer eine Tour zum Berg plant, kann sie mit einem Besuch des Wasserpalastes Tirta Gangga oder einem Abstecher zum Bali-Aga-Dorf Tenganan verbinden. Zwischen Reisterrassen am Fuß des Agung liegt das Dorf Sidemen. Auch der Tempel Pura Besakih am Hang lässt sich gut in einen Tagesausflug einbauen.
Weiterführende Webseiten
Häufige Fragen
Darf der Gunung Agung aktuell bestiegen werden?
Am 21. Oktober 2026 galt Warnstufe I (Normal) ohne feste Sperrzone. Die Vulkanbehörde rät aber, nicht am Krater zu übernachten, nicht in den Krater abzusteigen und bei Wolken oder Regen nicht am Krater zu bleiben. Bei religiösen Zeremonien, extremem Wetter oder einer höheren Warnstufe kann der Berg gesperrt werden. Prüfen Sie den Stand kurz vor der Tour.
Ist ein Guide Pflicht, und was kostet er?
Das Rundschreiben der Provinz Bali vom Januar 2025 schreibt einen lokalen Guide für Aufstiege bei extremem Wetter vor. Eine allgemeine Pflicht ist amtlich nicht belegt, ein ortskundiger Guide ist für die Nachtwanderung trotzdem ratsam. Die Preise legen die Anbieter fest, bei organisierten Touren ist der Guide meist enthalten.
Wann ist der Gunung Agung zuletzt ausgebrochen?
Die letzte Ausbruchsphase dauerte vom 21. November 2017 bis zum 13. Juni 2019. Im April und Mai 2022 gab es noch einzelne kleine Aschewolken. Der schwerste Ausbruch der jüngeren Geschichte war der von 1963 mit schätzungsweise 1.100 bis 1.900 Toten.
Welche Vulkane gibt es auf Bali?
Aktiv sind der Gunung Agung (rund 3.000 m) und der Batur (1.711 m). Dazu kommt der ruhende Buyan-Bratan-Komplex mit dem Batukaru (2.276 m) und dem Catur (2.096 m).
Kann man den Mount Batur ohne Guide besteigen?
Nach den Regeln der örtlichen Bergführer-Vereinigung müssen Touristen von einem Guide aus den Dörfern am Berg begleitet werden (Studie von 2018). Eine amtliche Satzung dazu ist nicht veröffentlicht. Einzelheiten stehen im Artikel über den Mount Batur.
Wie lange dauert die Wanderung auf den Mount Batur?
Rund zwei Stunden bis zum Gipfel. Weil die Sonne dort zwischen 5:48 und 6:34 Uhr aufgeht, beginnt der Aufstieg zwischen etwa 3:45 und 4:30 Uhr.
Welche Ausrüstung wird für den Aufstieg empfohlen?
Feste, griffige Wanderschuhe, eine Stirnlampe für den nächtlichen Start, warme Kleidung für den Gipfel (Jahresmittel dort nach einer Abschätzung rund 8 °C), Regenschutz sowie ausreichend Wasser und Verpflegung. Für den feuchten Waldabschnitt eignet sich zusätzlich leichte, schnell trocknende Kleidung.
Wie erfährt man vor der Reise von aktuellen Vulkanwarnungen?
Die Vulkanbehörde PVMBG veröffentlicht Warnstufen, Tagesberichte und Empfehlungen für jeden überwachten Vulkan auf MAGMA Indonesia, als Webseite und App. Ergänzend nennen die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes Verhaltensregeln für Vulkangebiete in Indonesien.
Quellen und Methode
Stand aller Angaben: 21. Oktober 2026. Die Warnstufen haben wir der Übersicht und den Tagesberichten von MAGMA Indonesia entnommen, die Daten der Stufenwechsel seit 2017 dem Archiv der Tagesberichte und den Pressemitteilungen des Energieministeriums. Weglängen stammen aus OpenStreetMap, Starthöhen aus dem Höhenmodell SRTM. Die Gehzeiten haben wir nach DIN 33466 berechnet: 300 Höhenmeter je Stunde hinauf, 500 hinab, 4 Kilometer je Stunde in der Fläche; der kleinere der beiden Werte wird halbiert und zum größeren addiert. Für die Route ab Besakih fehlt die Weglänge, dort ist die Gehzeit eine Untergrenze. Die Sonnenaufgänge sind nach den Gleichungen des NOAA Solar Calculator für die Gipfelkoordinaten berechnet, die Gipfeltemperatur ist eine Abschätzung, keine Messung. Euro-Wert nach dem EZB-Referenzkurs vom 20. Oktober 2026 (1 EUR = 20.170,57 IDR).
- MAGMA Indonesia (PVMBG, Badan Geologi), Aktivitätsstufen und Tagesberichte Agung und Batur vom 20.10.2026, abgerufen am 21.10.2026: magma.esdm.go.id
- Smithsonian Institution, Global Volcanism Program, Agung (264020) mit Ausbruchsliste und Wochenbericht 30.03. bis 05.04.2022, abgerufen über die Datenschnittstelle am 21.10.2026: volcano.si.edu; Batur (264010): volcano.si.edu; Buyan-Bratan (264001): volcano.si.edu; Rinjani (264030): volcano.si.edu
- Energieministerium ESDM, Pressemitteilungen zum Gunung Agung: Stufe II am 14.09.2017 (esdm.go.id), Stufe III am 29.10.2017 (esdm.go.id), Stufe IV am 27.11.2017 (esdm.go.id), Stufe II am 16.07.2020 (esdm.go.id)
- Fontijn, K. und andere: A five thousand year record of multiple highly explosive mafic eruptions from Gunung Agung. Bulletin of Volcanology, 2015: ora.ox.ac.uk
- Self, S. und Rampino, M. R.: The 1963–1964 eruption of Agung volcano. Bulletin of Volcanology 74, 2012, Zusammenfassung beim Verlag: doi.org/10.1007/s00445-012-0615-z
- Kontan, Wiedereröffnung des Flughafens Ngurah Rai nach NOTAM A4298/17, 29.11.2017: kontan.co.id; ANTARA, Schließung am 29.06.2018: antaranews.com
- ANTARA, Rundschreiben der Forst- und Umweltbehörde Bali, 11.01.2025: bali.antaranews.com; Sperrung Oktober und November 2024, 30.09.2024: bali.antaranews.com
- Auswärtiges Amt, Indonesien: Reise- und Sicherheitshinweise, Stand 21.10.2026: auswaertiges-amt.de
- OpenStreetMap, Gipfel Agung, Batukaru und Catur, Weg ab Pura Pasar Agung: Agung, Batukaru, Catur, Weg ab Pura Pasar Agung
- Provinz Bali, Love Bali: Gunung Batur: lovebali.baliprov.go.id; ESDM, Geopark Batur, 26.08.2023: esdm.go.id; detikBali, Gebühr Kintamani, 24.03.2026: detik.com
- Indonesisches Tourismusministerium, Pura Besakih: indonesia.travel
- Gehzeit nach DIN 33466, erklärt von der DAV-Sektion München-Oberland: alpenverein-muenchen-oberland.de; Deutscher Wetterdienst, Standardatmosphäre: dwd.de; Tagesmittel an der Küste nach den WMO-Klimanormalwerten 1991 bis 2020 der Station Ngurah Rai, bereitgestellt von NOAA NCEI: ncei.noaa.gov; EZB-Referenzkurs Rupiah: ecb.europa.eu; NOAA Solar Calculator: gml.noaa.gov