Veganes Leben auf Bali: Restaurants, Warungs und Praxistipps

Vegan

Bali gehört zu den Orten weltweit, an denen sich vegane Ernährung vergleichsweise einfach im Alltag umsetzen lässt: Die balinesische und indonesische Küche kennt seit jeher pflanzenbasierte Grundlagen – Tofu, Tempeh und Gemüsecurrys gehören traditionell zum Speiseplan –, und in den vergangenen Jahren ist zusätzlich eine dichte Szene aus veganen Cafés, Rohkost-Restaurants und Buffets entstanden, vor allem in Ubud, Canggu und Seminyak.

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über etablierte Adressen für veganes Leben auf Bali in Ubud, Canggu und Seminyak, erklärt, wie sich vegane Optionen in Warungs zuverlässig finden lassen, und nennt Preise, Orte und Termine, soweit sie sich aktuell belegen lassen – inklusive eines Hinweises darauf, welche früher empfohlenen Adressen mittlerweile geschlossen haben.

Die vegane Szene auf Bali: Ubud, Canggu und Seminyak im Überblick

Die vegane Infrastruktur auf Bali konzentriert sich auf drei Gegenden mit jeweils eigenem Charakter:

  • Ubud: kulturelles Zentrum mit der höchsten Dichte an rohveganen Restaurants, Kochkursen und günstigen Buffets, viele davon rund um die Monkey-Forest-Straße und die Jalan Hanoman; hier entstanden auch die ersten spezialisierten veganen Adressen der Insel.
  • Canggu: Surfer- und Digital-Nomad-Viertel mit Cafés, die vegane Bowls, Smoothies und Frühstücksgerichte anbieten, oft mit Reisfeld- oder Strandnähe und längeren Öffnungszeiten für Laptop-Arbeit.
  • Seminyak: kleinere, aber teils langjährige Adressen der veganen Bewegung Balis, zwischen Boutiquen, Beach Clubs und Restaurants; das Angebot ist hier in den letzten Jahren spürbar geschrumpft.

Daneben gibt es praktisch überall auf Bali Warungs – einfache, oft familiengeführte Garküchen –, in denen sich mit etwas Ortskenntnis zuverlässig vegane Gerichte finden lassen (siehe Abschnitt weiter unten).

Vegetarisches und veganes Essen ist auf Bali zudem kein rein importiertes Konzept: Viele balinesische Hindus verzichten aus religiösen Gründen auf Rindfleisch, da die Kuh im Hinduismus als Symbol für Gewaltlosigkeit (Ahimsa) und Reinheit gilt – Schwein, Huhn und Fisch werden davon in der Regel ausgenommen. Diese kulturelle Nähe zu pflanzenbetonter Küche erklärt mit, warum sich Tofu- und Tempeh-Gerichte so selbstverständlich in die traditionelle Speisekarte einfügen.

Vegane Restaurants in Ubud

Alchemy Ubud veganes Salatbuffet

Ubud hat die größte Auswahl an spezialisierten veganen und rohveganen Restaurants der Insel. Zu den am längsten etablierten Adressen zählen Sayuri Healing Food, Alchemy, Seeds of Life und Soma; wer vegane Gerichte lieber italienisch mag, findet sie im Blackbeach Italian Restaurant.

Sayuri Healing Food: Rohkost und Kochkurse

Sayuri Healing Food wurde 2016 von der auf Makrobiotik ausgebildeten Köchin Sayuri Tanaka eröffnet, die bereits 2014 das rohvegane Seeds of Life mitbegründet hatte und 2015 zusätzlich die zugehörige Kochschule ins Leben rief. Das Café bietet neben dem laufenden Betrieb mehrtägige Raw-Vegan-Kochkurse an, von der Basisklasse bis zur Chef-Zertifizierung. Die Trainings laufen in der Regel von 9:30 bis 15:30 Uhr und schließen ein gemeinsames Mittagessen sowie einen Ausflug ein. Auf der Speisekarte stehen unter anderem vegane Interpretationen von Bibimbap, Enchiladas und Lasagne sowie kaltgepresste Säfte und Smoothies.

Alchemy: Salatbuffet nach Gewicht und Treffpunkt für digitale Nomaden

Alchemy in Penestanan bei Ubud zählt zu den ersten rein rohveganen Restaurants der Insel und wurde von einer Gruppe von Rohkost-Enthusiasten gegründet. Kernstück ist ein Salatbuffet, an dem Gäste sich Gemüse, Getreide und rohe Dressings selbst zusammenstellen und nach Gewicht bezahlen; dazu kommen Smoothie-Bowls, kaltgepresste Säfte, rohvegane Kuchen sowie Gerichte wie Pizza, Quiche und Burger in roher Zubereitung, dazu Desserts wie Banoffee Pie oder Schokoladenmousse. Ein angeschlossener kleiner Laden verkauft rohe, biologische und vegane Produkte lokaler wie internationaler Marken. Wegen der ruhigen Lage abseits des Ubud-Zentrums, am Dschungelrand von Penestanan, ist Alchemy zudem bei digitalen Nomaden beliebt.

Seeds of Life: Rohkost-Café seit 2014

Vegane Rohkost im Seeds of Life

Seeds of Life ist ein zu 100 % rohveganes Café mit einer zweiten Filiale in Panestanan. Neben Frischsäften und Superfood-Smoothies serviert das Haus auch warme Rohkost-Gerichte, etwa eine Zucchini-Lasagne mit Tomatensauce, Spinat und Cashewsauce oder einen Pesto-Burger mit Sonnenblumenkern-Patty auf rohem Brot. Nach eigenen Angaben stammt ein Teil des Gemüses von Feldern am Rand eines aktiven Vulkans und wird am Bestelltag geerntet und am Folgetag geliefert. Ergänzend bietet Seeds of Life Rohkost-Zertifizierungen, Detox- und Fastenprogramme sowie tägliche Ashtanga-Yoga-Klassen an.

Soma: Rohkost mit gemischter Karte

Soma an der Jalan Gootama, mitten im Zentrum Ubuds, ist ein organisches Café mit Rohkost-Angebot, das bei Einheimischen und Reisenden auch als Treffpunkt bei Live-Musik beliebt ist. Das Haus serviert Fisch, bietet aber auch vegane Gerichte – wer konsequent vegan essen möchte, sollte gezielt danach fragen.

Blackbeach Italian Restaurant: vegane Pasta und Pizza

Das Blackbeach Italian Restaurant in Ubud bietet italienische Küche mit ausgewiesenen veganen Optionen, darunter vegane Pizza und Lasagne, sowie hausgemachte Desserts. Speisekarte und Öffnungszeiten sollten vor einem Besuch aktuell geprüft werden.

Günstige vegane Buffets in Ubud

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Mehr Informationen

Wer nicht à la carte bestellen möchte, findet in Ubud mehrere All-you-can-eat-Buffets mit veganer oder überwiegend veganer Küche zu Preisen deutlich unter denen der Restaurants.

Sawobali Cake & Coffee Shop: Buffet und glutenfreie Torten

Das Sawobali Cake & Coffee Shop in der Jalan Sukma Kesuma bietet ein tägliches All-you-can-eat-Buffet mit veganen und glutenfreien Gerichten für rund 50.000 Rupiah (umgerechnet knapp 3 Euro) pro Person, dazu einzeln verkaufte Kuchen- und Keksstücke, Kaffee, Tee und Frischsäfte. Die glutenfreien Torten gelten als Spezialität des Hauses und werden in Bewertungen regelmäßig hervorgehoben.

Veggie Karma: chinesisch-vegane Küche

Veggie Karma an der Jalan Hanoman 73, gegenüber dem Coco-Supermarkt und direkt neben Sawobali, serviert ein chinesisch-vegan geprägtes Buffet für rund 55.000 Rupiah (etwa 3,30 Euro) pro Person, unter anderem mit Mapo-Tofu. Die Qualität wird in Erfahrungsberichten unterschiedlich bewertet – vor einem gezielten Besuch lohnt sich daher ein kurzer Blick auf aktuelle Bewertungen.

Bamboo Spirit: Sonntagsbuffet auf Spendenbasis

Bamboo Spirit versteht sich als Heilungszentrum mit täglichem Morgen-Yoga und Meditationsangeboten. An der Jalan Raya Campuan findet sonntags von 12 bis 15 Uhr zusätzlich ein veganes Buffet mit rohen und gekochten balinesischen Gerichten statt, für das Gäste selbst entscheiden, wie viel sie zahlen möchten (Donation-Prinzip).

Bali Vegan Festival

Das Bali Vegan Festival ist eine mehrtägige Veranstaltung, die in der Regel im Oktober in Ubud stattfindet, unter anderem im Kulturzentrum Paradiso. Der genaue Termin und das Programm wechseln von Jahr zu Jahr und werden über die Social-Media-Kanäle des Festivals angekündigt – für aktuelle Details lohnt sich eine Prüfung kurz vor der Reise.

Unabhängig vom Festival veranstaltet die vegane Community auf Bali regelmäßig kleinere Treffen, Kochworkshops und Netzwerktreffen, meist organisiert über die einschlägigen Restaurants und deren Social-Media-Kanäle.

Vegane Adressen in Canggu

Vegan auf Bali: Genuss zwischen Reisfeldern

Canggu hat weniger rein vegane Restaurants als Ubud, dafür zahlreiche Cafés mit ausgewiesenen veganen Optionen und Reisfeld- oder Strandlage.

Milu by Nook: indonesisch-westliche Karte mit Reisfeldblick

Milu by Nook in Canggu verbindet indonesische und westliche Küche, etwa Nasi Campur und einen Thai Green Curry, und weist vegetarische und vegane Gerichte auf der Karte gesondert aus. Das Restaurant liegt abseits der Hauptstraße mit Blick auf Reisfelder – ein bewusster Kontrast zum dichter bebauten Teil Canggus.

Matcha Café Bali: Matcha und Pancakes

Im Matcha Café Bali an der Jalan Pantai Berawa 99 stehen Matcha-Getränke und ein gesundheitsorientiertes Frühstücks- und Lunch-Angebot im Mittelpunkt, mit mehreren veganen, glutenfreien und zuckerreduzierten Optionen.

Bali Bowls & Smoothies: Buddha-Bowls zum fairen Preis

Bali Bowls & Smoothies an der Jalan Segara Perancak ist auf Salate, Buddha-Bowls und Smoothie-Bowls aus frischen, überwiegend lokalen Zutaten spezialisiert. Das Konzept hat sich mittlerweile über Bali hinaus auch nach Ibiza und Dubai ausgeweitet.

Peloton Supershop: pflanzenbasiert und Fahrradladen in einem

Peloton Supershop an der Jalan Pantai Berawa verbindet ein zu 100 % pflanzenbasiertes Café mit einem Fahrradladen. Jeden Morgen wird hausgemachte Kokos-, Mandel- und Cashewmilch für Kaffee und andere Getränke hergestellt; das Angebot reicht von Frühstück bis Dessert und setzt überwiegend auf lokale, meist biologische Zutaten.

Vegane Küche in Seminyak

Seminyak zählt zu den Ursprungsorten der veganen Bewegung Balis, das Angebot hat sich in den vergangenen Jahren aber spürbar verändert und ist kleiner geworden als noch vor einigen Jahren. Das Earth Cafe & Market an der Jalan Kayu Aya gehört zu den am längsten bestehenden Adressen für organische vegane Küche in Seminyak, mit Tofu-Omelett, Smoothie-Bowls, Cashew-Käse-Tacos, veganen Burgern und Pizza sowie einem angeschlossenen Bioladen mit Kosmetik und Lebensmitteln.

Earth Cafe & Market gehört zur Bali-weiten Marke „Down to Earth“, zu deren Familie auch die kleinere Schwester-Adresse Zula sowie das Kulturzentrum Paradiso in Ubud zählen. Zula Vegetarian Paradise ist nach aktuellem Kenntnisstand geschlossen; ebenso die davon unabhängige, früher häufig empfohlene Adresse Divine Earth in Seminyak. Wer gezielt danach sucht, sollte das vor der Reise über aktuelle Bewertungsportale prüfen, statt sich auf ältere Reiseführer zu verlassen.

Vegan in Warungs: authentisch und meist preiswert

Vegane Optionen in lokalen Warungs

Warungs – einfache, oft familiengeführte Garküchen – sind über ganz Bali verteilt und deutlich günstiger als touristisch ausgerichtete Restaurants. Ein Teller Nasi Campur (Reis mit mehreren Beilagen) kostet dort meist zwischen 25.000 und 50.000 Rupiah (umgerechnet etwa 1,50 bis 3 Euro), Nasi Goreng häufig etwas weniger; ein vollständiges Warung-Essen mit Getränk übersteigt selten 60.000 Rupiah.

Tofu- und Tempeh-Gerichte sowie Gemüsecurrys gehören praktisch überall zur Standardkarte. Ein Punkt verdient dabei Aufmerksamkeit: In der indonesischen Küche wird Garnelenpaste (Terasi) häufig auch in vermeintlich rein pflanzlichen Gerichten verwendet, etwa in Sayur Asem (saurer Gemüsesuppe), Karedok (Rohkost-Salat mit Erdnusssauce) oder Urap (gedämpftes Gemüse mit gewürzter Kokosraspel). Wer strikt vegan essen möchte, fragt am besten gezielt nach „tanpa terasi“ (ohne Garnelenpaste) oder nach einer rein pflanzlichen Zubereitung.

Tempeh selbst stammt ursprünglich aus Java und entsteht durch Fermentation gekochter Sojabohnen mit dem Schimmelpilz Rhizopus. Das Produkt ist heute in der gesamten indonesischen Küche verbreitet und auch auf Bali fester Bestandteil des Alltagsessens.

Balinesische Gerichte vegan interpretiert

Veganes Nasi Goreng

Mehrere balinesische und indonesische Klassiker lassen sich ohne größere Abstriche vegan zubereiten:

  • Nasi Goreng / Mie Goreng: gebratener Reis beziehungsweise gebratene Nudeln mit Gemüse, Tofu oder Tempeh statt Fleisch – auf Nachfrage in vielen Warungs ohne Ei und Krabbenpaste erhältlich.
  • Gado-Gado: gedämpftes Gemüse mit Erdnusssauce; bei der Zubereitung wird teils ebenfalls Garnelenpaste verwendet, weshalb sich eine Nachfrage lohnt.
  • Tempe Manis: in süß-scharfer Sauce karamellisierter Tempeh, meist mit Reis serviert.
  • Sate Lilit: traditionell aus Fisch oder Fleisch um Zitronengras-Spieße geformt; einzelne Warungs und Restaurants bieten inzwischen Tofu- oder Seitan-Varianten an.
  • Babi Guling (gegrilltes Spanferkel): das balinesische Festtagsgericht selbst lässt sich nicht vegan interpretieren, einige Restaurants servieren aber ähnlich gewürzte Jackfrucht als pflanzliche Alternative.
  • Lawar: traditionell eine Mischung aus Gemüse, geraspelter Kokosnuss und gehacktem Fleisch, bei „Lawar Merah“ zusätzlich mit Tierblut; die klassische Grundwürzpaste Base Genep enthält meist Terasi. Vegane Varianten ersetzen Fleisch und Blut durch Jackfrucht und verzichten auf Garnelenpaste, sind aber deutlich seltener zu finden als bei den übrigen Gerichten dieser Liste.

Nasi Campur, die balinesische Reismischplatte, gibt es in vielen Warungs auch als vegane Variante mit Gemüsecurry, Tempeh und geröstetem Kokos statt der sonst üblichen Fleisch- oder Fischbeilagen – am zuverlässigsten, wenn vorab nach der veganen Zusammenstellung gefragt wird.

Was „vegan“ in der indonesischen Küche sonst noch bedeutet

Neben Terasi gibt es weitere Zutaten, bei denen genaueres Hinsehen sinnvoll ist. Geschmacksverstärker auf MSG-Basis, umgangssprachlich „Micin“ genannt, sind in vielen Warungs und in industriell hergestellten Gewürzpasten (Bumbu) weit verbreitet; MSG selbst ist pflanzlich/mineralisch und damit vegan, wird aber von manchen Gästen aus geschmacklichen oder gesundheitlichen Gründen gemieden – auch dafür hilft die Nachfrage „tanpa micin“. Palmzucker (Gula Aren), ein zentrales Süßungsmittel der balinesischen Küche, wird aus dem Saft der Zuckerpalme gewonnen und ist damit rein pflanzlich und unbedenklich. Bei rohveganen Desserts in Café-Ketten lohnt sich dagegen ein zweiter Blick auf die Karte, da einzelne Gerichte traditionell mit Honig verfeinert werden; wer strikt vegan isst, fragt am besten gezielt nach einer honigfreien Variante.

Vegane Lebensmittel einkaufen

Für die Selbstversorgung oder als Ergänzung zu Restaurantbesuchen hat sich auf Bali eine kleine, aber etablierte Bio- und Reformhaus-Szene entwickelt. Bali Buda, seit 1994 zunächst in Ubud aktiv, kombiniert Bäckerei, Gesundheitsküche und Bioladen und führt inzwischen auch Filialen in Canggu; im „Buda Mart“ genannten Ladenbereich gibt es Granola, Kombucha, rohen Honig, lokalen Käse, Naturkosmetik sowie Gemüse direkt von Bauern aus der Umgebung. Der angeschlossene Laden von Alchemy in Penestanan bietet zusätzlich rohe, biologische und vegane Markenprodukte, von Ölen über Superfoods bis zu Körperpflege.

Auf traditionellen Märkten wie dem Pasar Ubud gibt es frisches Gemüse, Obst, Tofu und Tempeh meist deutlich günstiger als in Supermärkten – allerdings ohne Beschriftung, sodass Grundkenntnisse der lokalen Zutaten (oder eine Begleitung) hilfreich sind. Größere Supermärkte auf Bali führen zusätzlich ein wachsendes Sortiment an Import- und Spezialprodukten, in dem sich mit etwas Suchen auch vegane Artikel finden lassen, auch wenn diese meist nicht gesondert gekennzeichnet sind.

Praktische Tipps für veganes Reisen auf Bali

Für die Orientierung vor Ort haben sich Bewertungsportale wie HappyCow bewährt, die vegane und vegetarische Restaurants nach Lage filtern und Schließungen vergleichsweise zeitnah vermerken – nützlich, da sich das Angebot gerade in Canggu und Ubud häufig ändert. Online-Verzeichnisse für vegane Anbieter helfen zusätzlich dabei, aktuelle Öffnungszeiten und Speisekarten vorab zu prüfen, bevor ein weiterer Weg zurückgelegt wird.

Wer während des Aufenthalts selbst kochen lernen möchte, findet vor allem in Ubud ein dichtes Angebot an Rohkost- und veganen Kochkursen, etwa bei Sayuri Healing Food oder Seeds of Life – von einzelnen Halbtageskursen bis zu mehrwöchigen Zertifizierungsprogrammen.

Ein paar indonesische Begriffe erleichtern die Bestellung in Warungs abseits der touristischen Cafés: „sayur“ steht für Gemüse, „tanpa daging“ bedeutet „ohne Fleisch“, „tanpa telur“ heißt „ohne Ei“ und „tanpa terasi“ schließt Garnelenpaste aus. Die Aussprache muss dabei nicht perfekt sein – in den meisten Küchen reicht es, freundlich nachzufragen und notfalls auf Zutaten wie Tofu, Tempeh oder Gemüse zu zeigen.

Häufige Fragen

Wo findet man in Ubud die besten veganen Restaurants?

Etablierte Adressen sind Sayuri Healing Food und Alchemy (beide mit Rohkost-Schwerpunkt und Kochkursen), Seeds of Life mit warmen Rohkost-Gerichten, das gemischte Café Soma sowie das Blackbeach Italian Restaurant für vegane Pizza und Pasta. Günstiger sind die Buffets von Sawobali Cake & Coffee Shop, Veggie Karma und das Sonntagsbuffet im Bamboo Spirit, mit denen sich mehrere Adressen an einem Tag zu Fuß verbinden lassen, da die meisten davon in Zentrumsnähe rund um die Jalan Hanoman liegen.

Wie teuer ist veganes Essen auf Bali im Vergleich zu normalen Restaurants?

Ein Gericht in einem Warung kostet meist 25.000 bis 50.000 Rupiah (rund 1,50 bis 3 Euro) und unterscheidet sich damit kaum von anderen Warung-Gerichten; ein komplettes Warung-Essen mit Getränk übersteigt selten 60.000 Rupiah. Spezialisierte vegane Buffets liegen bei etwa 50.000 bis 55.000 Rupiah (rund 3 bis 3,30 Euro) pro Person, während Rohkost-Restaurants mit à-la-carte-Karte, etwa in Ubud, spürbar teurer sein können und sich preislich stärker an internationalen Café-Preisen orientieren.

Gibt es in Warungs zuverlässig vegane Optionen?

Tofu- und Tempeh-Gerichte sowie Gemüsecurrys sind in den meisten Warungs Teil der Standardkarte. Zu beachten ist, dass Saucen und Sambals häufig mit Garnelenpaste (Terasi) zubereitet werden; eine Nachfrage nach „tanpa terasi“ oder nach einer rein pflanzlichen Zubereitung schafft Klarheit.

Wann findet das Bali Vegan Festival statt und wo?

Das Bali Vegan Festival findet in der Regel im Oktober in Ubud statt, unter anderem im Kulturzentrum Paradiso. Der genaue Termin wird jährlich neu festgelegt und über die Social-Media-Kanäle des Festivals angekündigt.

Welche balinesischen Gerichte lassen sich problemlos vegan essen?

Nasi und Mie Goreng mit Tofu oder Tempeh, Gado-Gado ohne Terasi in der Sauce sowie Tempe Manis sind meist unkompliziert vegan erhältlich. Sate Lilit und Babi Guling sind traditionell nicht pflanzlich, werden inzwischen aber in einzelnen Restaurants mit Tofu-, Seitan- oder Jackfrucht-Varianten angeboten.

Wo lassen sich vegane Lebensmittel zum Selbstkochen einkaufen?

Bali Buda (Ubud und Canggu) und der Laden bei Alchemy in Penestanan führen Bio- und Rohkostprodukte, Kombucha, Granola und lokales Gemüse. Für frisches Obst, Gemüse, Tofu und Tempeh zu niedrigeren Preisen lohnt sich zusätzlich ein Besuch auf einem traditionellen Markt wie dem Pasar Ubud.

Fazit

Wer auf Bali vegan essen möchte, ist weder auf wenige Spezialadressen noch auf Zufallsfunde angewiesen. Zwischen rohveganen Restaurants in Ubud, Bowl-Cafés in Canggu, günstigen Buffets und Warungs mit Tofu- und Tempeh-Gerichten lässt sich eine pflanzliche Küche zusammenstellen, die preislich von rund einem Euro im Warung bis zu regulären Restaurantpreisen in spezialisierten Cafés reicht – solange man bei Sambals und Saucen im Zweifel nach Garnelenpaste fragt und bei älteren Restaurantlisten die aktuelle Öffnung gegenprüft.

Weiterführende Links

Für weitere Erfahrungsberichte und Detailtipps: indojunkie.com – Vegan-Bali-Tipps, life-to-go.com – Vegane Restaurants in Ubud und deutschlandistvegan.de – Buffets- und Warung-Guide.