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Die Gili-Inseln vor der Nordwestküste Lomboks – Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air – zählen zu den bekanntesten Schnorchelzielen Indonesiens. Klares Wasser und flache Riffe direkt vor den Stränden machen die drei Inseln auch für Einsteiger gut zugänglich, dazu kommen regelmäßige Begegnungen mit Meeresschildkröten.
Die Unterwasserwelt der Gili-Inseln
Vor allen drei Inseln liegen Korallenriffe in überschaubarer Tiefe, die auch ohne Tauchausrüstung erreichbar sind. Indonesien liegt im sogenannten Korallendreieck, dem artenreichsten Meeresgebiet der Erde: Nach Angaben der Meeresschutzorganisation Gili Shark Conservation beherbergt das Land über 75 Prozent der weltweit bekannten Korallenarten.

Am auffälligsten sind die Meeresschildkröten. Grüne Suppenschildkröten und die deutlich selteneren Karettschildkröten leben ganzjährig in den Gewässern der Gili-Inseln und werden regelmäßig beim Fressen an Seegraswiesen oder beim Ruhen unter Korallenköpfen gesichtet. Seit 2016 haben lokale Meeresschützer mehr als 400 grüne und rund 150 Karettschildkröten individuell erfasst und katalogisiert.
Weiter draußen, ab etwa 20 Metern Tiefe, kommen zusätzlich Schwarzspitzen- und Weißspitzen-Riffhaie vor. Dieser Bereich liegt im Tauchrevier – für Schnorchler sind die Tiere von der Oberfläche aus in der Regel nicht erreichbar.
Die besten Schnorchelspots auf Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air
Jede der drei Inseln hat einen eigenen Schwerpunkt: Gili Trawangan punktet mit einem bekannten Turtle Point, Gili Meno mit besonders zuverlässigen Schildkrötensichtungen und einem Kunstwerk unter Wasser, Gili Air mit ruhigem, flachem Wasser abseits der Strömung.
Turtle Point und Halik Reef vor Gili Trawangan
An der Nordostküste liegt der Turtle Point in nur drei bis fünf Metern Tiefe; grüne Schildkröten fressen hier an Seegras, der Einstieg gelingt direkt vom Strand. Etwas weiter draußen an der Nordwestseite liegt das Halik Reef mit größeren Korallenformationen und dichten Fischschwärmen – hier ist etwas mehr Schwimmstrecke nötig. Der bei Tauchern bekannte Shark Point liegt dagegen erst ab rund 20 Metern Tiefe und gehört nicht zu den Schnorchelzielen.
Gili Meno: Schildkröten und die Unterwasserfiguren „Nest“
An der West- und Nordwestküste Gili Menos ist das Riff flach und direkt vom Strand aus zugänglich; mehrere Schildkrötensichtungen pro Schnorcheltour gelten hier als üblich. Vor der Westküste, rund 100 Meter vom Strand beim Resort Bask entfernt, liegt in etwa vier Metern Tiefe „Nest“ – 48 lebensgroße Betonfiguren des britischen Künstlers Jason deCaires Taylor. Das seit 2017 installierte Kunstwerk dient zugleich als künstliches Riff für Weichkorallen und Schwämme.
Gili Air: ruhiges Flachwasser an der Nordostspitze
Vor der Nordostspitze Gili Airs liegt das Wasser meist ruhiger als an der Westseite; flache Korallengärten wechseln sich mit Sandflächen ab, auch hier tauchen Schildkröten regelmäßig zum Atmen auf. Die bekannten Makro-Spots der Insel, etwa die sogenannte Seahorse Bay mit ihren Seepferdchen, liegen dagegen im Tauchbereich vor der Küste Lomboks.
Anreise, Kosten und beste Reisezeit
Von Bali fahren Schnellboote unter anderem ab Padang Bai, Sanur und Serangan nach Gili Trawangan; die Überfahrt dauert im Schnitt rund zwei Stunden, ab Padang Bai mit rund anderthalb Stunden am kürzesten. Ein Ticket kostet üblicherweise zwischen 22 und 42 US-Dollar pro Strecke. Zwischen den drei Gili-Inseln verkehren zusätzlich öffentliche und private Boote.
Organisierte Tagestouren, die mehrere Stopps auf allen drei Inseln anfahren, kosten häufig zwischen 60.000 und 150.000 Rupiah pro Person. Wer lieber allein vom Strand aus schnorchelt, kann Maske, Schnorchel und Flossen an Ständen auf allen drei Inseln stundenweise leihen.
Die Regenzeit dauert von November bis April. Die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober bringt ruhigere See und die beste Sicht unter Wasser; besonders wetterstabil sind die Monate Mai, Juni und September, während Juli und August zusätzlich touristische Hauptsaison sind.
Häufige Fragen
Wie komme ich am besten zu den Schnorchelspots der Gili-Inseln?
Von Bali aus fährt ein Schnellboot ab Padang Bai, Sanur oder Serangan nach Gili Trawangan, die Fahrt dauert rund zwei Stunden. Zwischen den drei Gili-Inseln verkehren zusätzlich öffentliche und private Boote; die meisten Schnorchelspots liegen direkt vor den jeweiligen Stränden und sind ohne eigenes Boot erreichbar.
Was kostet ein Schnorchelausflug oder eine Ausrüstungsmiete auf den Gili-Inseln?
Organisierte Tagestouren mit mehreren Stopps um die drei Inseln kosten häufig zwischen 60.000 und 150.000 Rupiah pro Person. Wer lieber eigenständig vom Strand aus schnorchelt, kann Maske, Schnorchel und Flossen stundenweise bei lokalen Anbietern leihen.
Welche Jahreszeit ist am besten zum Schnorcheln auf den Gili-Inseln geeignet?
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober bietet die ruhigste See und die beste Sicht unter Wasser. In der Regenzeit von November bis April ist das Wasser häufiger aufgewühlt und trüber.
Sind Meeresschildkröten an den Gili-Inseln ganzjährig zu sehen?
Ja, grüne Suppenschildkröten und Karettschildkröten leben ganzjährig in den Gewässern der Gili-Inseln. Besonders zuverlässig sind Sichtungen an der West- und Nordwestküste Gili Menos sowie am Turtle Point vor Gili Trawangan. Riffhaie halten sich dagegen vor allem in tieferen, nur per Tauchgang erreichbaren Bereichen auf.